95
Millionen Dollar
Russische Schatzscheine 25
Französische 1 jährige Schatznoten 10
Französische 5%ige einjährige Anleihe 50
Q5
Dazu kamen 10 Millionen Dollar 5%ige Schatzscheine des
Deutschen Reiches, die vom 1. 4. 1915 bis zum 1. Januar
1916 liefen und zur Valutaregulierung, d. h. zur Errichtung
von Guthaben in New York, emittiert wurden, Weiter
wurden Darlehen an Staaten gewährt, die ihren Geldbedarf
bisher in London und Paris gedeckt hatten. Im Laufe des
Sommers 1915 wurden von den folgenden Staaten Anleihen
in New York aufgenommen:
Kanadische Provinzial- und Munizipal-Anleihe
Argentinische Nationalanleihe auf 3 Jahre
Argentinische 6%ige Bonds auf 5 Jahre .
Bolivianische Anleihe ...... ;
Anleihe der Republik Panama Se
Norwegische Anleihe ....
Schwedische Anleihe .
Schweizer Anleihe
Millionen
Dollar
85,5
15
25
I
J
15
152.5
Ein Teil der Kriegslieferungen wurde freilich mit ameri-
kanischen Effekten bezahlt, die in New York verkauft
und in Dollarguthaben umgewandelt wurden. Daß auch
zahlreiche europäische Bankiers und Kapitalisten große
Summen amerikanischer Effekten auf den Markt warfen, um
sich flüssig zu machen oder Dollarguthaben zu erhalten,
liegt auf der Hand. Die Gesamtsumme dieser Effekten
wurde am 1. August 1915 auf 4—B500 Millionen Dollar,
Ende 1915 auf 700—800 Millionen Dollar geschätzt.
Frankreich hatte die guten, in seinem Besitz befindlichen
amerikanischen Aktien und Obligationen schon in den
ersten Monaten des Jahres 1915 abgestoßen. Dagegen
gelang es nicht, die auf Franks lautenden, an der
Pariser Börse notierten, in New York aber nicht gehandelten
Obligationen der Pennsylvania- und anderer großer Eisen-
bahngesellschaften zu verkaufen, Im Juni 1915 wurden
daher ungefähr 8300 Millionen Franks dieser Obligationen bei
dem New Yorker Bankhaus J. P. Morgan & Co. hinterlegt,
das dann dem französischen Staat hierfür ein Guthaben von
40 Millionen Dollar einräumte.