Am 24. bis 26, Juni 1927 beging die Innsbrucker
Universität die Feier ihres 250 jährigen Bestandes,
am 14. und I5. Mai 1927 die Universität Graz
die hundertjährige Gedenkfeier ihrer Wiedererrich-
tung als Universität. An allen drei Universitäten
wurden Denkmäler zur Erinnerung an die im Welt-
krieg gefallenen Angehörigen der Universität er-
richtet,
Der finanziellen Bemühungen der staatlichen Ver-
Waltung um die Erhaltung und den Ausbau der
Studieneinrichtungen wurde schon an früherer Stelle
Zedacht; hier sei nur nochmals auf die namhafte
Förderung hingewiesen, die den Instituten durch die
Dotationszuschüsse aus den Auditoriengeldern er-
wächst. Neben die staatlichen Anstrengungen traten
oundation international health Board an die drei
nedizinischen Fakultäten, die Gewährung beträcht-
icher Geldmittel und die Einleitung des Austausches
ron wissenschaftlichen Zeitschriften durch die von
Irof. Dr. Franz Boas (Columbia University) geleitete
*mergency Society for German and Austrian science
ınd art, die Spenden von Dr. Jerome Stonborough
ınd dessen Gemahlin Miss Margaret Stonborough-
Wittgenstein, Zuwendungen des Stadtpfarrers von
3ischofszell (Schweiz) Dr. Friedolin Suter, FKhren-
loktors der Grazer Theologischen Fakultät an diese,
lie Stiftung von Stipendien seitens der französischen
iegierung für österreichische Studierende, die einige
Zeit in Frankreich ihren Hochschulstudien obliegen
vollen, um unter den vielen Beweisen teilnehmender
Neubau des Instituts für Elektrotechnik und Maschinenbau der Technischen Hochschule in Graz
Hofansicht mit Wasserturm
“umal in den Jahren der ärgsten Not private Zu-
Wendungen. Als ein Mittelpunkt solcher Bestrebungen
Wurde im Studienjahr 1919/20 der „Verein der Freunde
der Wiener Universität“ gegründet; ihm folgten die
Gründungen des „Vereins zur Erhaltung der Wiener
Üniversität“ (1921), der „Gesellschaft zur Förderung
der Grazer Universität“ (1923) und der „Gesellschaft der
Freunde und Förderer der Universität Innsbruck“ (1027),
die den gleichen Zielen gewidmet sind. Ausländische
Hilfswerke traten hiezu: von Argentinien, Schweden,
England und den Vereinigten Staaten von Nord-
Merika, aus den Hochschulkreisen von Dänemark,
Holland und Zürich. Handelte es sich in diesen letzt-
SChannten F ällen zunächst um die Linderung der
Mäteriellen Not unter den Angehörigen der Univer-
tät, so folgten alsbald auch Spenden für den wissen-
SChaftlichen Wiederaufbau: die Schenkung neuerer
1 Blisch-amerikanischer Literatur durch das unter
Leitung von Gilbert Murray stehende Große Anglo-
“Merikanische Komitee.die Zuwendungen der Rockefeller
Förderung seitens des Auslandes nur einige der her-
‚orragendsten zu nennen.
Die Technischen Hochschulen.
Was die Technischen Hochschulen betrifft,
st zunächst in der Richtung des Berechtigungswesens
ınter bestimmten Voraussetzungen die Zulassung
aner Abgänger von höheren gewerblichen Staats-
»hranstalten zum ordentlichen Studium zugestanden
vorden, welche die Reifeprüfung mit mindestens ein-
‚elliger Approbation bestanden haben.
Die an der Technischen Hochschule in Wien im
studienjahre 1918/19 noch lediglich aus der Bau-
ngenieur-Abteilung, der Hochbau-(Architektur-)Ab-
eilung, Maschinenbau-Abteilung samt einer Unter-
‚.bteilung für Elektrotechnik und der Unterabteilung
ür Schiffbau und Schiffsmaschinenbau, der chemisch-
echnischen Abteilung und der allgemeinen Abteilung
‚amt dem Kurse für Versicherungsstechnik und dem