teilung des IS. Jahrhunderts ist so gut wie neu
begründet worden; die für unsere weitere Heimat
50 wichtige Donauschule ist jetzt hier ebenso gut ver-
treten wie in München .und Berlin. Der alte reiche
Bestand an Meisterwerken von Dürer, Rubens und
Tintoretto ist durch das Bildnis einer Venezia-
erin von Dürer, die beiden Erzherzogs-
Porträts von Rubens und die Geißelung
von Tintoretto "erweitert worden; endlich ist
die Holländische Abteilung durch zahlreiche
bedeutende Erwerbungen so bereichert worden, daß
Sie heute ein annähernd vollständiges Bild
dieser wichtigen Kunstepoche gibt. Auch die Alt-
Niederländer und die späteren Italiener
haben namhaften Zuwachs erhalten. Überdies hat
eine, neuerliche Durchsicht der Depots einzelne be-
deutende Kunstwerke zutage gefördert. Eine wert-
volle Bereicherung erfuhr das Münzkabinett durch
"YStematische Ergänzung der österreichischen und
geldgeschichtlichen Bestände und der Sammlung
Moderner Medaillen. In der Bibliothek des Kunst-
historischen Museums wurden sowohl die durch den
Weltkrieg entstandenen Lücken an Zeitschriften und
Einzelwerken ausgefüllt als auch so weit als. möglich
Neuerscheinungen angeschafft. Kin Realkatalog geht
Seiner Vollendung entgegen.
Finen reichen Zuwachs erhielt die Albertina.
Infolge des privaten Charakters der früheren Samm-
lungen, die nicht systematisch ergänzt wurden, fehlten
Sinzelne Teile, die nachgeschafft werden mußten. Als
Seschlossene Gruppen hauptsächlich: französische und
deutsche Aquarelle, Zeichnungen und Graphik des 19.
Jahrhunderts, österreichische Zeichnungen und Graphik
der modernen Zeit, das gesamte Werk von Menzel,
Nahezu das gesamte Werk von Goya. Von den
Ergänzungen des alten Bestandes seien erwähnt
Neuaufstellung der Weltlichen Schatzkammer, Wiege des
Herzoos von Reichstadt
ärka 50 Einblatt-
Irucke des 14. bis 15.
ahrhunderts, zirka
000 Zeichnungen
‚om 14. Jahrhundert
»is zur Gegenwart,
larunter zahlreiche
Werke der berühm-
testen Meister.
V, Wissenschaft-
liche Tätigkeit.
Überaus erfolg-
"eich gestalteten sich
lie wissenschaftlichen
\rbeiten in den
Kunstsammlungen,
ür -deren entspre-
hende Würdigung
ıier der Raum fehlt.
Ylit besonderer Ge-
yugtuung muß her-
rorgehoben werden,
laß die Weiterfüh-
zung des Jahrbu-
hes der Kunst-
historischen
Sammlungen, wohl
ler großartigsten
>ublikation dieser
Art, gesichert ist.
Jadurch ist die Ver-
ffentlichung äußerst wertvoller Forschungen ermög-
icht, unter denen. solche über die staatlichen Kunst-
ammlungen den breitesten Raum einnehmen. Es sei
ıur auf die ergebnisreichen Abhandlungen von
Weixlgärtner über die Weltliche Schat z-
kammer, von Kris über den Stil rusti-
que, von Grosz über Piccinino, von
Dworschak über die Renaissance-
medaille in Österreich verwiesen. Von
einer Aufzählung auch nur der wichtigsten
der von den wissenschaftlichen Beamten
verfaßten Bücher oder Aufsätze muß hier
abgesehen werden, obwohl sich darunter
Publikationen wie die Bücher von Baldass
über Altdorfer, von Planiscig über
venezianische Bildhauer der Renaissance
and über Andrea Riccio und andere mehr
zefinden.
Ihres engen Zusammenhanges mit den
staatlichen Kunstsammlungen wegen seien
von größeren wissenschaftlichen Publikatio-
nen genannt:
Planiscig, Die Estensische Kunstsamm-
lung I. Schlosser, Die Sammlung alter
Konrad Meit: Lucretia. Holzfigur
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