Full text: 10 Jahre Wiederaufbau

Musikinstrumente. Planiscig, Die Bronzeplastiken. 
Eichler und Kris, Die Kameen. Baldass, Die 
Wiener Gobelinsammlung. Hermann, Die Miniatur- 
handschriften der Nationalbibliothek. (Bisher vier Folio- 
bände.) Miller-Loehr, Österreichische Münzprä- 
gung von I589 bis 1918, zugleich Sammlungskatalog. 
Geprägte österreichische Schaumünzen, I. Probst, 
Steiermark und Kärnten. Glück, Baldass, Busch- 
beck und Wilde, Katalog der Gemäldegalerie. 
Im Rahmen der Albertina: Katalog der Hand- 
zeichnungen mit Abbildungen sämtlicher Zeichnungen, 
herausgegeben von Stix; von den zwölf projek- 
tierten Bänden sind erschienen: Venezianische 
Schule, von Stix und L. Fröhlich. Altnieder- 
ländische Schule, von O. Benesch. 
Ferner seien erwähnt: Stix, F. H. Füger, Auf- 
stellung der kaiserlichen Gemäldegalerie im 18. Jahr- 
hundert. Reichel, Clair obscurschnitte. Leporini, 
Stilentwicklung der Zeichnung. Künstlerzeichnung. 
Der Kupferstichsammler. Benesch, Maulbertsch. 
Studien zur altösterreichischen Tafelmalerei. Der 
Zwettler Altar und die Anfänge Jörg Breus. 
VI. Veröffentlichhungen und 
Veranstaltungen. 
Außerdem ist eine Reihe von populären Führern 
and Handbüchern erschienen, unter anderen: Über- 
‚icht der kunsthistorischen Sammlungen. An illustrated 
Zuide to the collections in the Museum of fine arts 
ıt Vienna. Eichler, Führer durch die Antiken- 
sammlung. Buschbeck, Führer durch die Gemälde- 
zalerie. Junker, Die Mastaba. Baldass, Altnieder- 
'ändische Malerei. Kris, Mittelalterliche Bildwerke. 
Planiscig, Bronzen. Grosz, Der Harnisch. Loehr, 
Geldwesen. Loehr-Dworschak, Die österreichische 
Medaille. Loehr, Tätigkeitsbericht über das Münz- 
kabinett Gährlich), Weixlgärtner, Führer durch die 
Weltliche Schatzkammer (L-IIL Auflage). Monographien 
über einzelne Kunstwerke. 
Für breitere Kreise wurden volksbildnerische Kurse 
und Führungen veranstaltet. An Samstag-Nachmittagen 
Snden am Kunsthistorischen Museum Vorträge und 
"ührungen für das pädagogische Institut der 
Stadt Wien statt. In der Regel werden im Vortrags- 
;aal im Corps de Logis-Trakt der Neuen Hofburg 
zweimal wöchentlih Abendvorträge gehalten, die 
ne Finführung in die Kunstbetracdıtung und einen 
Überblick über die Kunstentwicklung bieten sollen. 
Außerdem finden seit Juni 1927 im Kunsthistorischen 
Museum täglich Führungen durch eigens von den 
Beamten des Museums geschulte Führer statt. 
Fbenso veranstalten die Beamten der Albertina 
Führungen und Vorträge, insbesondere ständig“ 
Sonntag-Vormittag-Führungen. 
DIE GRAPHISCHE SAMMLUNG ALBERTINA 
Das alte Wien besaß zwei graphische Sammlungen, 
welche ihrem Inhalte und ihrer Qualität nach zwar 
beide Weltruf hatten, aber mehr von den Kennern 
des Auslandes besucht und geschätzt waren, als vom 
einheimischen Publikum. In die kleinen Arbeitsräume 
verirrte sich selten jemand anderer als einige Gelehrte, 
Studenten und hie und da auch ein Künstler. Es 
waren dies die Kupferstichsammlung der Hof- 
bibliothek und die Albertina, welche dem Erzherzog 
Friedrich gehörte. Es war nun vielleicht die wesent- 
lichste Neuorganisation auf kunstpolitischem Gebiete, 
daß aus diesen beiden Sammlungen eine Einheit ge- 
schaffen wurde, welche mit einem Schlage die größte 
und bedeutendste Graphiksammlung der Welt geworden 
ist. Diese neue Sammlung, im Jahre 1021 konstituiert, 
erhielt sofort entsprechende Räume zugewiesen. Der 
ganze erste Stock des Palais auf der Albrechtsrampe 
wurde ihr eingeräumt und so war es möglich, nebst 
reichlichen Bureau- und Depoträumen einen pracht- 
vollen, künstlerisch hervorragenden Studiensaal und 
hinreichende Räume für die wechselnden Ausstellungen 
einzurichten. Diese ganze Einrichtung wurde fast 
durchwegs mit dem schon vorhandenen Material an 
Mobilien usw. durchgeführt. Die Aufgaben der neuen 
Sammlung lagen nun in dreifacher Richtung. 
Einmal mußte sie die vorläufig bestehenden Be- 
stände der beiden Sammlungen, aus denen sie ent- 
;tanden war, zu einer Finheit verarbeiten. Dies be- 
leutete, nachdem beide Sammlungen Ende des 18. 
\nfang des 10. Jahrhunderts aufgestellt waren, eiß 
‚ollständiges Auseinandernehmen von fast einer Million 
ıraphischer Blätter, die beinahe alle in großen Codice® 
»ingeklebt waren, ein Neuordnen nach moderner? 
yvissenschaftlichen Gesichtspunkten und ein Aufstellen iP 
einer Form, die die wertvollen Blätter vor Beschädi- 
zung und Vernichtung besser schützt, als das Einklebern 
'n Sammelbänden. Die Durchführung dieser Arbeit 
st Sache einer ganzen Generation, aber sie wurde 
organisiert und hat bereits ein gutes Stück Weg“ 
zurückgelegt. Viele Tausendevon Passepartouts wurden 
ıngefertigt, ganze Schulen sind neu aufgestellt worden 
ınd die Arbeit fließt ununterbrochen weiter und 
zwar — was die Hauptsache ist — ohne die Besuche! 
zu stören und ohne wesentliche Teile der Sammlurp? 
ür längere Zeit unzugänglich zu machen. 
Die zweite wesentliche Aufgabe war, die Sammlunp? 
reitgemäß zu ergänzen. Beide alten Sammlunge” 
‚tammten aus fürstlichem Besitz und hatten die en” 
cheidende Entwicklung moderner musealer Sammel 
stigkeit am Ende des I0. und Anfang des 20. Jahr
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.