fullscreen: Graf Georg Kankrin in nationalökonomischer und finanzwirtschaftlicher Beziehung

l ) Weltr 34. - 2 ) Ök. 8/9 - 8 ) A. Sm. II. 77. - *) Ök- 23. - 
ö ) Ök. 9. _ 6) Weltr. 17. - 7 ) Ök. 14. 
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(»durch Einwirkung des Genies oder der Privation«) und 
der unproduktive Handel (»durch privative Gewinne«) pro 
duktiv werden. 1 ) 
ln der »Ökonomie« nennt Kankrin produktiv schon 
»alle Arbeit, die etwas zum Genuß direkt oder indirekt, kurz 
etwas Nützliches hervorbringt,« 2 ) wobei er die Begriffe der 
Produktivität und der Nützlichkeit zu vermengen scheint. 
An einer anderen Stelle meint Kankrin übrigens, ganz im 
Sinne von A. Smith, 3 ) ausdrücklich, daß schon die Arbeit 
produktiv sei, welche einen »neuen Wert schafft.« 4 ) Direkt 
produktiv ist nach der »Ökonomie« jede Arbeit, die un 
mittelbar »einen Gegenstand des Genußes« hervorbringt. 
Zu der indirekt produktiven Beschäftigung aber solle jede 
gehören, welche mittelbar die Produktion begünstigt. In 
erster Linie zählt Kankrin dazu die Beschäftigungen, welche 
den Staat und die Kirche zum Gegenstand haben. 5 ) 
Die Naturkräfte in erster Linie und dann die tierischen 
und physisch intellektuellen Kräfte, oder die Arbeit, sind also 
nach Kankrin die Quellen der Produktion. Diese Quellen 
werden im »Weltreichtum« auch Bedingungen der Produktion 
genannt, 0 ) währenddessen in der »Ökonomie« unter Be 
dingungen der Produktion etwas ganz anderes verstanden 
wird. Als Bedingungen, ohne welche die produzierenden 
Kräfte »wirkungslos oder wenig wirkend bleiben würden«, 
werden da nämlich bezeichnet, erstens: staatliche Organisation, 
Welche Ruhe und Ordnung sichert; zweitens, das Eigentum, 
und drittens, das Kapital. 7 ) Von den Bedingungen der Pro 
duktion in diesem Sinne ist nur in der »Ökonomie« die 
Rede. 
Da wir die Äußerungen Kankrins über die staatliche 
Organisation im Zusammenhang mit seiner Volkswirtschafts- 
Politik, welcher wir weiter ein besonderes Kapitel widmen, 
211 besprechen haben, so wenden wir uns nun direkt zu
	        
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