Full text: 10 Jahre Wiederaufbau

Hi'fsinstitute bestehen. ein  chemisch-mikroskopisches 
sowie ein Röntgeninstitut. ; 
Besondere Einrichtungen sind für die konservierende 
Zahnbehandlung und für den Zahnersatz neu 
geschaffen oder ergänzt und erweitert worden. Das 
zahnärztliche und zahntechnische Institut, das im 
Tahre 1012 eingerichtet wurde und drei Zahnärzte und 
fünf Zahntechniker beschäftigte, ist in der Folgezeit 
in großzügiger Weise ausgebaut worden. Am Schlusse 
des Jahres 1927 verfügte der Verband über ein 
Zentra’institut mit drei Filialen in Wien und sechs 
Filialen in der Provinz, in we'chen konservierende 
Behand'ung betrieben wird, ferner eine zahntechnische 
Werkstätte, in der der Zahnersatz für das ganze 
Arbeitsgebiet des Verbandes angefertigt wird. Ins- 
gesamt waren in diesen eigenen Instituten im Jahre 
1927 4 Zahnärzte, 40 Zahntechniker, 4 Hilfsarbeiter 
und Q Assistentinnen in Verwendung. Außer diesen 
im Eigenbetrieb geführten Anstalten stehen den Mit- 
gliedern in Wien rund 500 Vertragszahntechniker, 
in der Provinz 176 Vertragszahnärzte und Vertrags- 
zahntechniker zur Verfügung. Die konservierende 
Behandlung sowie der Zahnersatz ist für die Kassen- 
mitglieder in allen Fällen völlig kostenlos. Im Jahre 
1913 wurden im Wiener Verbandsinstitut 045 Plomben 
gelegt und 1401 Prothesen mit 14.507 Zähnen her- 
gestellt; im Jahre 1027 sind von den eigenen An- 
Stalten in Wien und in der Provinz 74.274 Plomben 
und 13.074 Prothesen mit 147.621 Zähnen angefertigt 
worden. Die Gesamtzahl der im Jahre 10927 an die 
Mitglieder auf Kosten des Verbandes in Wien und 
Antbindungsheim „Frauenhospiz” in Wien 
in der Provinz abgegebenen Plomben beträgt 
261.545, die der Prothesen 24.279 ‚mit zusammen 
261.114 Zähnen. 
Mit der sogenannten erweiterten Heilbehand- 
ung der Mitglieder ist vom Verbande ungeachtet 
ıller Schwierigkeiten schon 1893 mit der Errichtung 
des ersten Arbeiter-Rekonvaleszentenheimes in Oester- 
:eich begonnen worden. Dieses Heim in Königstetten 
zei Tulln bot Raum für 50 Pfleglinge; ihm folgte 
‚8990 das Heim Schloß Zeillern bei Amstetten mit 
30 Betten. In der Nachkriegszeit wurde ein prößeres 
Jbhijekt in Ober-Rohrbach bei Korneuburg (80 Betten) 
and das Kurhaus Eggenberg bei Graz (150 Betten) 
rworben. Diese Heime dienen vornehmlich der 
Jnterbringung von leicht lungenkranken Männern und 
"rauen... Eine eigene Lungenheilstätte konnte bisher 
ıicht errichtet werden, obgleich dem Verbande zu 
diesem Zwecke entsprechende Gelände auf einem 
"Landgut (Arndorf bei Pöggstall) und am Kreuzberg 
Semmeringgebiet) zur Verfügung stehen, 
Die Möglichkeit, kranke Kassenmitglieder in Kur- 
arten unterzubringen, mußte sich der Verband 
Schritt für Schritt erkämpfen. Bis I0I8 standen Miet- 
setten in Bad Hall, Karlsbad, Pystian, Baden und 
Veran zur Verfügung. Anfangs mußten die Mitglieder 
änen Teil der Kosten, und zwar jenen, der über die 
Kosten der Kurmittel hinausging, aus eigenem tragen, 
;päter gelang es, den Mitgliedern den Kurgebrauch 
zanz kostenlos zu ermöglichen, es wurden die Fahr- 
spesen, die Wohnung, die Verpflegung sowie die 
Kurmittel zur Verfügung gestellt. Nach 1918 erwarb 
der Verband eigene Kurhäuser in Bad 
Hall (80 Betten), Karlsbad (35 Betten), 
Meran (30 Betten), Hofgastein (30 
Betten). In Bad Schallerbach wurde in 
Gemeinschaft mit dem oberösterreichi- 
schen Kassenverbande ein Kurhaus 
mit einem Belagraum für 162 Pfleg- 
linge erbaut. Im Jahre 1927 standen 
dem Verband in eigenen Erholungs- 
heimen 317 Betten, in eigenen Kur- 
häusern 204 Betten zur Verfügung; 
:n fremden Kurhäusern und Heilstätten 
können 206 Betten belegt werden. 
Insgesamt wurden im Jahre 1927 91006 
Mitglieder mit 232.180 Verpflegstagen 
in eigenen oder fremden Erholungs- 
heimen, Kurhäusern und Heilstätten 
auf Kosten des Verbandes unter- 
gebracht. 
Das Gebiet der Mutter-, Säug- 
lings- und Kinderfürsorge be- 
trat der Wiener Kassenverband im 
Jahre 1909 mit der Errichtung eines 
eigenen Entbindungsheimes (Frauen- 
Hospiz) in Wien. Das mit den mo- 
dernsten Hilfsmitteln ausgestattete Heim 
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