rückersetzen zu müssen. Aus all diesen Gründen gelang
es trotz eifrigster Bemühungen aller mit dem Meliorations-
wesen befaßten Stellen in den Jahren 1922 und 1923
aur; die während der Kriegszeit und in den ersten Nach-
kriegsjahren völlig unterbundene Meliorationstätigkeit
auf das durchschnittliche jährliche Ausmaß der Vorkriegs-
zeit zu heben und eine Gesamtfläche von nicht viel mehr
als je 1000 ha zu entwässern. Im Jahre 1924 war jedoch
schon eine namhafte Steigerung der meliorierten Fläche
auf 2900 ha festzustellen und ist es in den Jahren 1924,
[0925, 1926 und 1927 gelungen, die entwässerten Flächen
auf 2000, 4024, 7474 und 8376 ha zu erhöhen. Im Be-
richtsjahre 1028 dürfte voraussichtlich eine weitere
;teigerung der Meliorationsfläche platzgreifen. Es wird
edenfalls seitens des Bundesministeriums für Land- und
"orstwirtschaft alles darangesetzt werden, daß spätestens
m Jahre 1930 das dem Meliorationsprogramme zugrunde-
iegende, jährliche Meliorationsausmaß von 15.000 ha
atsächlich erreicht wird; denn nur in diesem Falle er-
«heint die Möglichkeit gegeben, das gesamte Meliorations-
»rogramm innerhalb eines solchen Zeitraumes zur Ab-
vickklung zu bringen, daß noch der heutigen, jungen
zeneration der erstrebte Erfolg zuteil wird. Für die
Durchführung der vorangeführten Entwässerungen hat
ler Bund in den Jahren 1918-1928 Beiträge von insge-
samt S 7,376.250 zur Verfügung gestellt.
Tabelle I: Entwässerungs- und Bewär----p-sarbeiten in den Jahren 1925, 1926 und 1927.
Genossenschaftliche
Bewässerungen
1925 | 1926 1927
Genossenschaftliche I Entwässerungen ı "nfiwässerunge. Grabenregulierungen I
Entwässerungen einzelner Grundbesitzer ! zusammen. (Vorflutarbeiten)
1925 | 1926 | 1927 1925 1926 | 19°7 | 192. | 1926 1927 {! 1925 1926 | 1927
in Hektarer in Hekte-- in Hektaren | in Kilometern
Bundesland
in Hektaren
Niederösterreich . . 1266 1781 IBEO 12°6 1781 16:05 | 36:52 |
Steiermark . . .. 573 738 iz 82 548 16°20 | 12:66
Firol 200000 364 | 459 - | 225 364 459 9:94 | 1411]
Oberösterreich... 346 | 10509 ) ; 8069* 1029 , 3046 “119 560 | 11:25)
Kärnten... | 106 | 165 | 57 | 119 | 169 | 9% 12:70 | 7:49
Salzburg... .. | 101 | 90 8 1 5 408 8 | 18a
Burgenland . . . . 1310 | 7 t 1310 ‚Jo | is
Vorarlberg .. . 20) € 4 L_| 53, _ 98 93 | 140, 645 | 1:30 | 2-00, .
zusammen . .. | 3068 | 4096 | 4755 | 961 | 8878 | 3621 || 4024 ' 7474 | 8376 | 64:29 | 81:79 10737| 24 | 46 |
Anmerkungen:
Durchschnittskosten einschließlich Grabenregalierung (Vorflutbeschaffung) :
Niederösterreich im Jahre 1925: S 710‘— je ha,
Niederösterreich im Jahre 1926: S 810'— je ha.
Niederösterreich im Jahre 1927: S 920:— je ha,
Überösterreich im Jahre 1927: S 1220°— je ha.
Tirol im Jahre 1927: S 1480°— je ha,
Burgenland im Jahre 1927: S 53830:— ie ha.
‘) Die Ausführung von Kleindrainagen ist ab 1928 geplant.
') Hievon Landeskulturrat 774 ha,
Hievon Agrarbehörden 276 ha.
) Hievon Landeskulturrat 3082 ha.
Hievon Agrarbehörden 87 ha.
‘) Hievon 90 ha Rheintalentwässerung der Gemeinden.
Tab. II: Darstellung der durch Entwässerungen erzielbaren Steigerung der Bodenproduktiop-
Fruchteattung
Körnerfrüchte ..
Kartoffel... ....
"utterrüben ...
yonstige Ader-
früchte %) ..:. |
"eldfutterbau
(Wedchselwiesen,
Klee- und Klee-
grasbau). ....
Summen: ...
Fläche in
Hektar
Jährliche Durchschnittserträge pro Hektar
der zu meliorierenden Fläche in Meterzentner
Jährliche Ge- | Frucht-
samtsteigerung ‚preise in Wert der
der Boden- [Schilling Mehrerträge
produktion in pro in Schilling
Meterzentnern 100 kg
>
Iarzeit 11
künftig 2) | Steigernne
72.200 5
28.700 40
14.800 60
71.800 |
23
200
700
18
160
640
20
3.099.600
4,592.000
9.152.000
2 KR
NY
oa
108,486.000
32.144.000
18,304.000
61.748.000 |
uQ
143600n | a2
213.000 | 15 |
500.000 |
AM
_ 9,585.000 | 14 | 134,190.000
A
' 27.864.600 | | 354,872.00°
i 3)
Rehprod T Mittlere ‚Rob-
tionskosten produktions-
einschließlich kosten ein-
Düngung für schließlich
den Mehrertrag Düngung tür
pro Hektar die Mehrerträg|
Sehilling | in Schilling
420
780
50
72,324.000
22.386.000
= 885.000
BO
25 0NN.000
280 | 48,990.00C
EEE
| 187.465.000
!) Die in Kolonne 3 angegebenen Hektarerträge entsprechen sehr nassen Gründen.
2) Die in Kolonne 4 angegebenen Hektarerträge entsprechen den entwässarten und ziemlich intensiv kultivierten Grü i % ;
* nden; d hen
edoch keinesfalls absolute Höchstwerte. ns Diese Keklärertäge Srrüie
%) Saatgut, Verwaltungkosten und allgemeine Auslagen bleiben dieselben, gesteigert werden durch den Mehrertrag Zug-, Handarbeits- und Düngerkosten,
7ersicherung und Risiko. 5
1) Mais. Buchweizen, Hirse Bohnen, Erbsen
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