Full text : 10 Jahre Wiederaufbau

Jjie Enkwicklung der Arbeitslosigkeit inÖsterreich von 1949-1928, ;
* in Ki
102 ı 1926| 1927 | 1020
ı 260.000
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liesem Erwerbszweige ihre Beschäftigung, bzw. ihren
Unterhalt finden. Das Bundesamt für Statistik hat auf
Srund der Volkszählung vom 7. März 1023 für die
Zerufstätigen und Berufszugehörigen folgende Ziffern
armittelt :

Berufszweige

Berufstätige

Berufszugehörige |

0%

Land- und Forstwirtschaft...
 ...
Industrie und Gewerbe
Handel und Verkehr .
Häusliche Dienste . .
Deffentliche Dienste und '
freie Berufe .....' 220.098] 61 1 398.671| 60
Summe . "3.602.554 | [5.806.246 |
Personen ohne Beruf .| 544.555 | || 728.235 |
Summe . . | 4.147.109 | 100.00 | 6.534.481 | 100.00
Diese Angaben bedürfen insofern einer Richtigstellung,
ıls in den unter „Industrie und Gewerbe” gezählten
Zerufstätigen und Berufszugehörigen auch die im Bergyau
 Beschäftigten und deren Familienmitglieder ausgeviesen
 sind. In der Bergbaustatistik vom Jahre 1923 ist
lie Anzahl der in den Bergbaubetrieben (einschließlich
ier gewerblichen Hüttenbetriebe) Beschäftigten mit
1.237 Arbeitnehmern bzw. mit 38.104 Familienangehörigen
ngegehen, so daß die Zahl der in den rein bergbauichen
 Betrieben beschäftigten Personen bzw. deren Anzehörigen
 mit rund 29.000 bzw. 37.000 (zusammen also
56.000) anzunehmen ist. Nach Abzug dieser Zahlen
gibt sich somit für die in Industrie und Gewerbe behäftigten
 Personen die absolute Ziffer von rund
„160.000 und für die Berufszugehörigen dieser Kategorie
lie Zahl von 2,125.000, was einer Verhältniszahl von
;2°5 aller Berufstätigen bzw. 320% aller Berufszuge-‚örigen
 Oesterreichs entspricht. In diesen Ziffern sind
JNerdings auch die in den handwerksmäßigen Betrieben
leschäftigten und deren Angehörige mit inbegriffen, da
‚esondere statistische Daten für die letztere Kategorie
zahlen, so daß man sich mit der Feststellung bemügen
 muß, daß in Industrie und Gewerbe zusammen
ıahezu !% der Erwerbstätigen Oesterreichs ihre Behäftigung
 finden und daß diese Erwerbszweige die
‚ebensmöglichkeit für gleichfalls ungefähr A der Geamtbevölkerung
 Oesterreichs bieten. Sie werden in
lieser Beziehung nur von der Land- und Forstwirtschaft
ibertroffen, in der nahezu 40% der Berufstätigen be-;chäftigt
 sind, die jedoch einen geringeren Anteil an der
Zahl der Berufszugehörigen, nämlich nur 30% aufweist.
Fin weiteres Bild von der Bedeutung, die die indu-;trielle
 Produktion für das Wirtschaftsleben Oesterreichs
aat, können wir‘ gewinnen, wenn wir die Ein- und Ausfuhrziffern
 unserer Handelsstatistik.- und zwar getrennt

ET

Investitionen (1926) anerkannt. In gleicher Weise hat
die Regierung durch Gewährung von Steuerbegünstigungen
für den Fall der Vereinigung von Aktiengesellschaften
der vom Gesichtspunkte der Vereinfachung der industriellen
 Organisation überaus wichtigen Tendenz zur
Fusionierung von Unternehmungen den Weg geebnet.
Die Belebung der industriellen Tätigkeit‘ in dieser
Periode drückt sich in der Bewegung der Arbeitslosenziffer
 aus. Allerdings geben auch hier diese Ziffern kein
unbedingt verläßliches Bild von der Zunahme des Beschäftigungsgrades,
 weil gerade in diese Periode die
Rationalisierungsmaßnahmen fallen, die bis zu einem
Zewissen Grade zu einem Abbau von Arbeitskräften
geführt haben. (Siehe obige graphische Darstellung.)
Immerhin können wir aus den folgenden Wertziffern
der Ein- und Ausfuhr von Rohstoffen und Halbfabrikaten
bzw. von Fertigwaren ein Bild über die steigende Koniunktur
 gewinnen. (Siehe untenstehende Tabelle.)
Auch die ersten Monate des Jahres 1928 stehen im Zeichen
ansteigender Konjunktur. So wurden im I. Halbjahr 1928
Fertigwaren für 6 Millionen Schilling eingeführt und
für 77.9 Millionen Schilling ausgeführt; die korre-;pondierenden
 Ziffern im Jahre 1927 waren 480°6 Miluonen
 respektive 660°3 Millionen Schilling, des Jahres
1926 4456 Millionen respektive 607 Millionen Schilling.
Der Wert der Ausfuhr von Fertigwaren im I. Halbjahr 1928
ist gegenüber dem gleichen Zeitabschnitte des Vorjahres
ım 156 Millionen Schilling (ungefähr 14%) und gegenüber
dem 1. Halbjahr 1926 um 164'9 Millionen Schilling (mehr
als 21%) gestiegen. Mit Juni 1928 ist in dieser Konjunktur
Sin Stillstand eingetreten, der sich unter anderem auch in
einer starken Steigerung der Arbeitslosenziffer ausdrücte.
Die Ursache für diese Konjunkturabschwächung ist hauptsächlich
 in den Rückwirkungen der Verschlechterung der
Wirtschaftslage der Nachbarstaaten zu suchen.
2. Bedeutung der Industrie für die österreicische
 Volkswirtschaft.
Die Stellung, die die Industrie im Rahmen der öster-"eichischen
 Volkswirtschaft einnimmt, dürfte am besten
durch die Anzahl derienigen charakterisiert sein, die in
"——,

Warenbenennung

Einfuhr

Tahr 1925
? Ausfuhr

Jahr 1926 | Jahr 1927 a
Einfuhr | Ausfahr © Einfuhr a Ausfuhr
Wert in 1000 Schilling

Rohstoffe und halbfertige Waren . . I
Fertige Waren . . Vi .

854.261
334.131

398.766 |
1.432.497

762,807 381.462 896.096
952.643 1,266.834 1,120.749

476.251
1 491.753
            
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