len heutigen Nachfolgestaaten hergestellt worden
waren und nun nach Möglichkeit im Inlande beschafft
werden sollten. In intensiver Zusammenarbeit
des chemischen Laboratoriums der Generaldirektion
und der heimischen Industrie, die ihrerseits keine
Anstrengungen scheute, um ein den strengen Anforderungen
der Tabakregie entsprechendes Erzeugnis
zustande zu bringen, ist auch diese Aufgabe befriedigend
gelöst worden und die benötigten Hilfsstoffe
werden nun in einwandfreier Qualität von österreichischen
Unternehmungen geliefert.
Eine wesentliche Vervollkommnung gegenüber der
Vorkriegszeit haben die von der Österreichischen
V’abakregie verwendeten Packungen erfahren. Fin
srheblicher Teil der Erzeugung wird nun in Kleinbackungen
ausgegeben, durch welche, abgesehen von
der Bequemlichkeit für Käufer und Verschleißer, die
Fabrikate vor Beschädigungen bei der Manipulation
und unhygienischer Behandlung in den Verschleißstätten
bewahrt bleiben. Besonders vorteilhaft für die
zute Beschaffenheit der Zigaretten haben sich die
vorläufig erst bei allen feineren Sorten verwendeten
Kappenschachteln erwiesen. Auf Grund der günstigen
Erfahrungen mit dieser Packungsart wird sie, ungeachtet
'hrer höheren Kosten, nach und nach bei allen Zigarettensorten
zur Anwendung gebracht werden. Außerdem
wurden noch folgende neue Packungen eingeführt:
Bei allen in Kistchen verpackten Zigarren, Kistchen
'eils zu 10, 20 und 25 Stück, ;
bei Virginier Gürtelschachteln zu 50 Stück, Rollen
zu 25 Stück und Schuberkartons zu 5 Stück, bei
Cuba Port., Brasil-Virg., Gemischte Ausl., Senor., Gemischte
Ausl. Stumpen, Gürtelschachteln, bei Kanzler-Zigarren
Schuberkartons.
Bei Zigaretten, soweit sie nicht in Kappenschachteln
verpackt sind, Weichpackungen zu
100, 20 und 10 Stück.
Bei den neuen amerikanischen
und englischen Zigaretten Klapp-Schachteln,
Schuberschachteln und
Manschetten, : Zigarettentabaken
Parallelschnitt) Blechkassetten und
Kappenschachteln.
Bei den feineren Pfeifentabak-;orten
Blechdosen zu 50 g.
Hingegen wurden folgende alte
Packungen aufgelassen:
Bei den Zigarren die Wellpappe
= bzw. Papierpackung bei Virginier,
Cuba-Portorico, Gem. Ausl.
/igarren, die Kartonpackung bei
Brasil-Virginier, ferner bei den Zi-3aretten-
und Rauchtabaken sämtliche
früher bestandenen verschiedenartigen
Packungen.
In den letzten Jahren wird auch
dem gefälligen Aussehen der
Dackung besonderes Augenmerk zugewendet. Die
\usstattung der neuen Packungen ist nach Entwürfen
1amhafter heimischer Künstler ausgeführt. Überdies
werden die Packungen zur Förderung des Fremden-‚erkehres
mit künstlerisch ausgeführten Bildern von
Städten, Kurorten und Sommerfrischen aus den Bun-Jlesländern
geschmückt. In neuester Zeit werden diese
3ilder durch Reproduktionen von Originalen her-‚orragender
Künstler in mehrfarbigem Offset-Druck
arsetzt.
Die Bemühungen der Tabakregie um die Lieferung
qualitätvoller Fabrikate an den Konsumenten enden
aicht in dem Zeitpunkte, da die Fabrikate die staatichen
Lagerräume verlassen. Durch unausgesetzte
3Zelehrung und eine neugeschaffene wirksame
Verschleißinspektion wird die Erziehung der
Verschleißer zur Führung ihrer Geschäfte in mo-Jernem,
kaufmännischem Geiste angestrebt und auf
die sachgemäße Lagerung der Fabrikate, die Ausschließung
zu lange lagernder oder mangelhaft gewordener
Fabrikate vom Verkaufe, sowie auf aus-‚eichende
Bevorrätigung mit allen gangbaren Sorten
ıngewirkt. Ein im Jahre 1923 eingeführtes, reibungs-‚os
arbeitendes und mit geringen Kosten verbundenes
Kreditierungssystem ermöglichte es den
266 Verlägen und rund 16.370 Trafikanten, von
denen ein Großteil Kriegsinvalide oder Hinterbliebene
von Kriegsgefallenen ist, trotz geringer eigener
Kapitalskraft einen den Konsumverhältnissen
ıhres Standortes angemessenen Vorrat zu halten und
den Wünschen ihrer Kunden Rechnung zu tragen.
Die österreichische Tabakregie begnügt sich nicht,
in den Verlägen und "Trafiken ihre Ware für die
Raucher bereitzustellen. Sie ist vielmehr unausgesetzt
bemüht. das Interesse der Raucher für die Regie-Abb.
8. Schlußzigarren-Erzeugung
AU