wertiger Kunsthandwerksarbeit
zu ftördern, Werkstätten . für
Viodewesen, für Kunsttischlerei
und für Glasbearbeitung ange-
gliedert; durch Berufung nam-
hafter Künstler und durch die
innere Ausgestaltung wurde
auch vom Bunde die Anstalt
auf ihrer Höhe gehalten und
für die Bewahrung ihres inter-
ıationalen Rufes gesorgt.
Zur Erhaltung, Pflege und
Hebung des ererbten kunstge-
werblichen Verständnisses der
alpenländischen Bevölkerung
wurden nebender Vertiefung des
kunstgewerblichen Ein-
schlages an den meisten Fach-
schulen vor allem die kunstge-
werblichen Klassen für Holzbild-
aauerei, Dekorationsmalerei,
Tischlerei, Drechslerei und Me-
allbearbeitung an der Inns-
brucker gewerblichen Schule
ausgestaltet und an der Bundes-
lehranstalt in Graz kunstge-
werbliche Abteilungen für Ke-
ramik, Bildhauerei und Textil-
arbeiten geschaffen. Die Wienerberger Werkstätten-
Schule für Keramik wurde durch Beistellung einer
leitenden künstlerischen Lehrkraft erfolgreich unterstützt.
Dadurch sollte im Zusammenhange mit den keramischen
Abteilungen an der Kunstgewerbeschule in Wien und an
der gewerblichen Bundeslehranstalt in Graz der Verlust
der altberühmten sudetenländischen keramischen Fach-
schulen (Znaim und Teplitz-Schönau) wettgemacht werden.
Die Lehrpläne der Graphischen Lehr- und Ver-
3uchsanstalt wurden um wichtige Fächer erweitert.
Kunstgewerbeschule in Wien, Werkstätte für Keramik. Der Brennofen
Die Anstalt mit ihrer 40jährigen Vergangenheit ist trotz
hres bescheidenen Titels die hohe Schule für das Buch-
Iruckergewerbe Wiens und der Alpenländer, ja noch
mmer für das des alten österreichischen Staatsgebietes
zeblieben. In der Photographie, die einst die Keimzelle
ler Anstalt war, sind die Erreichung künstlerischer
Wirkung und die Übung edelster Kopiertechnik von
‚esonderer Anziehungskraft für Schüler aus aller Herren
‚ändern. Der gewaltige Aufschwung moderner Repro-
luktionsverfahren hat zum Teile zu völligen Neu-
schöpfungen, so in der Re-
produktionsphotographie, in
der Chemigraphie und in
allen Flach- und Tiefdruck-
techniken, sowohl in Lehr-
plänen, wie in Apparaturen
geführt. Die aus einer
Zeichenschule erwachsene
Abteilung für manuelle Gra-
phik und die Versuchsanstal-
ten vollenden den Organis-
mus dieser Anstalt.
Für die Ausbildung der
Frauen zum hauswirtschaft-
lichen Berufe wurden die
HöherenLehranstalten
für wirtschaftliche
Frauenberufe organisiert
und. neue Frauenschulen, so
die Bundeslehranstalt für
gewerbliche und wirtschaft-
liche Frauenberufe in Inn s-
bruc, geschaffen oder schon
seit Jahren bestehende
Bundeslehranstalt für das Baufach und Kunstgewerbe in Graz. Fachklassen für Keramik