‘Abb. 2.) Stubachwerk
Lageplan
„25.000
„Woigss
SE Z
a 2278
A
auf diesen Strecken, deren Länge nicht ganz II v. H.
der gesamten Streckenlänge der von den österreichi-
schen Bundesbahnen betriebenen Eisenbahnen be-
rägt, hat im Jahre 1927 rund 2'/, Milliarden Gesamt-
lasttonnenkilometer, das ist rund 15'5 v. H. der Ge-
;amtverkehrsleistung der von den Österreichischen
3undesbahnen betriebenen Eisenbahnen betragen;
lie durch die Einführung der elektrischen Zugförderung
auf diesen Strecken erzielbare Kohlenersparnis ist bei
obiger Verkehrsleistung mit rund 420.000 Tonnen
Normalkohle im Jahre zu beziffern.
Der Energieversorgung der genannten Strecken
dienen ausschließlich Wasserkraftwerke, sechs an der
Zahl, von denen vier (Spullersee-, Ruetz-, Stubach-
and Mallnitzwerk) bahneigene Werke sind, während
das Achenseewerk der Tiroler Wasserkraftwerke A. G.
und das Kraftwerk Steeg der Elektrizitätswerke Stern
& Hafferl A. G. private Wasserkraftanlagen sind,
in denen außer den der allgemeinen Energieversor-
sung dienenden Maschinensätzen auch dem Bahn-
betrieb dienende zur Aufstellung gelangt sind. Die
in allen vorerwähnten Kraftwerken zur Aufstellung
gelangenden, dem Bahnbetriebe dienenden Maschinen-
jätze weisen zunächst eine Leistung von insgesamt
16.000 PS auf, während die wasserbaulichen An-
lagen für einen Vollausbau auf 174.000 PS bemessen
3zind. Die aus diesen Werken verfügbare jährliche
Energie beträgt ungefähr 155 Millionen Kilowattstun-
den, von denen im ersten Jahre des vollen elektri-
schen Betriebes (1930) voraussichtlich 120 Millionen
Kilowattstunden in Anspruch genommen werden
dürften, während rund 35 Millionen Kilowattstunden
Jr eine künftige Verkehrssteigerung oder für eine
Erweiterung des elektrischen Betriebes zur Verfügung
stehen. Die vorerwähnte Energiemenge von 155 Mil-
lionen Kilowattstunden kann durch stärkere Heran-
ziehung des Achenseekraftwerkes auf 170 Millionen
Kilowattstunden und durch eine bescheidene Erweite-
rung der vier bahneigenen
Kraftwerke darüber hinaus
auf 185 Millionen Kilowatt-
stunden gesteigert werden.
Damit ist auf absehbare
Zeit der Energiebe-
darffür jedebeliebige
Verkehrsentwicklung
gedeckt und außerdem
auf eine Reihe von Jahren
die Möglichkeit der Ener-
gieabgabe an benachbarte
Strecken gegeben.
Im Jahre 1910 vor die
vielumstrittene Wahl des
Stromsystems für den Be-
trieb seiner Vollbahnen ge-
stellt, hat sich Österreich
für das auch von Deutsch-
and, der Schweiz, Schweder und Norwegen an-
s‚ewendete System mit Einphasenwechselstrom hoher
;pannung (15.000 Volt) am Fahrdraht und niedriger
Dderiodenzahl (16% in der Sekunde) entschieden.
Diese Wahl hat sich als vorteilhaft erwiesen und ins-
‚esondere auch die elektrische Ausrüstung und die
Verkehrsentwicklung in den Anschlußbahnhöfen (zum
Zeispiel Buchs, Kufstein und Salzburg) außerordent-
ich erleichtert, wozu noch kommt, daß bei Störungs-
ällen eine gegenseitige Stromaushilfe möglich ist.
Aus der Übersichtskarte (Abb. 1) ist die Lage der
Craftwerke und der Unterwerke, die Trassen-
ührung der 55 kV-Übertragungsleitungen usw. zu
»ntnehmen.
Die 107 km lange Salzkammergutlinie Steinach-
'rdning-Attnang-Puchheim wird aus dem ungefähr
n Streckenmitte gelegenen Kraftwerke Steeg der
Mektrizitätswerke Stern & Hafferl A. G. unmittel-
ar mit Strom von Fahrleitungsspannung gespeist.
Dem FEnergieversorgungsplan für die Hauptlinien
jalzburg-Wörgl, Kufstein- Wörgl-Innsbruck—-Brenner
ınd Innsbruck-Feldkirch-Buchs bzw. Bregenz lag der
Zedanke des Zusammenwirkens von speicherlosen
Srundbelastungswerken mit speicherfähigen Hoch-
druckanlagen zugrunde.
Der Stromversorgung der Hauptbahnstrecken
westlich von Innsbruck einschließlich der Mittenwald-
»ahn dienen in erster Linie das Spullerseewerk und
las Ruetzwerk.
Das im Jahre 1925 in Betrieb genommene Spuller-
‚eewerk in Vorarlberg ist eine Hochdruckspeicher-
ınlage mit rund 8I0 m Gefälle. Durch zwei
13us Beton hergestellte Schwergewichtssperrmauern
;on 24.000 bzw. 63.000 m? Rauminhalt wurde der
auf 1800 m über dem Meeresspiegel liegende, ehedem
zleine Spullersee in ein rund 13!/; Millionen m* fassen-
les Speicherbecken umgewandelt. Aus diesem wird
Jas Betriehswasser über ein mit Grobrechen und