fullscreen: Die Social-Demokratie

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I. Einleitung. 
nicht mit Privatunternehmungcn, sondern mit officiel len 
Parteiorganen zu thun. Der „Volksstaat" nennt sich 
„Organ der social-demokratischen Arbeiterpartei" und der 
„Neue Social-Demokrat" „Organ des Allgeni. deutschen 
Arbeiter-Vereins"; nach der polizeilichen Schließung dieses 
Vereins „Eigenthum der Lassalleaner." Die Redaction des 
„Vollsstaat" wird von einer eigens zu diesem Zweck nieder 
gesetzten Kontrolkommission überwacht, bantit kein Artikel sich 
einschleichl, der mit den Parteiprincipien nicht im Einklang 
steht; und der „Neue Social-Demokrat" nennt sich selbst 
(1873, 151) einen „Spiegel der Agitation des Allgem. 
deutschen Arbeiter-Vereins." Es wird also wohl trotz der 
gegentheiligen Anstrengungen einzelner Parteigenossen daran 
nichts geändert werden können, daß die, genannten Blätter 
als officielle Parteiorgane auch als zuverlässige Quellen für 
die Darstellung der socialistischen Bestrebungen und Agitation 
zu gelten haben. Was in dem „Volksstaat" wie in dem 
„Neuen Social-Demokrat" unter ausdrücklicher oder still 
schweigender Billigung der Redaction, respective des beauf 
sichtigenden Ausschusses gesagt wird, ist demnach als der 
wahre und richtige Ausdruck der Bestrebungen der Partei 
anzusehen.*) Wir zeichnen also ein quellenmäßiges Bild 
*) Eine Korrespondenz in Nr. 6 der Concordia Hane darauf 
hingewiesen, daß der „Volksstaat", durch die ihm widerfahrene 
Aufmerksamkeit veranlaßt, neuerdings eine gegen früher etwas 
gemäßigtere Haltung beobachte Hieraus gibt der Volksstaat in 
Nr. 20 die Erklärung ab: „Wir geben Ihnen hiermit die feier 
liche Versicherung (die wir auch jeden Moment vor Gericht 
abzugeben bereit sind), daß wir heute genau ebenso denken, genau 
dieselben Ziele verfolgen wie in den früheren Jahrgängen." Wir 
wollen nicht versäumen von der officielle« Anerkenntniß des In 
halts der von uns benützten früheren Jahrgänge des „Volks 
staat" (1871—1875) hiermit Notiz zu nehmen.
	        
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