reitgestellt hatte, im Jahre 1028 die große
Summe von 11!'/, Millionen Schilling für den
neuzeitlichhen Ausbau der Bundesstraßen be-
stimmte, wodurch die Gesamtdotation für die
Bundesstraßen in diesem Jahre auf 31% Mil-
lionen Schilling gebracht wurde (im Jahre 1923
betrug dieselbe noch 3 Millionen Schilling),
schien der Beginn der Wiederherstellung dieser
Fernverkehrsstraßenzüge umsomehr gesichert,
als auch nach Zusage der maßgebenden Per-
sönlichkeiten in den nächsten Jahren mit immer
steigenden Beträgen für den Ausbau gerechnet
werden darf.
Auch die autonomen Straßenverwaltungen
machen alle Anstrengungen, um die Straßen-
netze den Erfordernissen des modernen Ver-
kehres dienstbar zu machen. Sie werden aber
dabei durch finanzielle Erwägungen behindert,
die um so bedeutender sind, je größere
Straßenlängen in den einzelnen Ländern vor-
handen sind. Die geradezu erschreckende
Straßenlänge von über 13.000 km nur allein
in Niederösterreich läßt es zum Beispiel er-
klärlich erscheinen, daß aus normalen Mitteln
der Wiederaufbau der Landes- und Bezirksstraßen ein-
fach nicht durchzuführen ist. Immerhin ist auch hier in
den letzten Jahren schon viel geschehen.
In den größeren Städten haben die Straßenverwaltun-
gen in den letzten Jahren der Herrichtung der Straßen
ein besonderes Augenmerk. zugewandt und haben hiefür
‘eilweise ganz beträchtliche Summen bereitgestellt. In
Wien zum Beispiel werden die zahlreichen noch vor-
handenen Makadamstraßen allmählich mit festen Belägen
versehen und in der Zwischenzeit wenigstens mit
Oelungen oder Oberflächenbehandlungen staubfrei ge-
halten. Die Städte Graz, Klagenfurt. Salzhuro. Innsbruc-
Asphalt-Feinbetondecdke, Höttingerau bei Innsbruck
ausgeführt von der Überland A. G. für neuzeitlichen Stadt- und Land-
straßenbau, Wien I, Goethegasse 3, mit Mexphalt der „Shell-Floridsdorfer”
Mineralölfabrik und Vertriebs-Gesellschaft m. b. H.. Wien L. Schubertring 14
zuter Straßen so ziemlich vollkommen mangelte. Da haben
aun die verschiedenen Straßengesellschaften eingegriffen
und haben durch rege und an den richtigen Stellen ein-
setzende Propaganda den Straßengedanken in Oesterreich
popularisieren geholfen.
Zuerst war es der Verein für Straßenpflege in Vorarl-
berg, der unter seinem überaus rührigen Präsidenten im
Verein mit den dortigen Baubehörden die Instandsetzung
der Vorarlberger Straßen tatsächlich durchsetzte. Von
Vorarlberg ging auch die erste Hauptanregung zur Ver-
allgemeinerung des Straßengedankens in Oesterreich
aus, als es im August 1026 den I. Oesterreichischen
Straßentag nach Bregenz ein-
verief. Dort waren alle Straßen-
nteressenten vom Bundesminister
‚ür Handel und Verkehr an voll-
zählig erschienen und die Bundes-
straßenbauabteilung des Bundes-
ministeriums für Handel und
Verkehr konnte zum ersten Male
ihr Ausbauprogramm veröffent-
lichen.
Die Tätigkeit der in den ersten
Monaten des Jahres 1927 ins
Leben gerufenen Gesellschaften
{ür Straßenwesen in allen Bundes-
ländern und des Verbandes der
österreichischen Straßengesell-
schaften in Wien, die nunmehr
einsetzte, konnte die lebhaften
Anstrengungen aller maßgeben-
den Straßenverwaltungen des
Bundes und der Länder jederzeit
bestens unterstützen. Als daher
das Bundesministerium für Finan-
zen, das schon in den Vorjahren
immer steigende Beträge für die
Frhaltung der Bundesstraßen be-
Asphalt-Feinbetondecke bei Bruc& a. d. Mur .
ausgeführt von der Österr. Straßenbau-Unternehmung Stuag & Comp. G. m. b. H., ef
l., Krugerstraße 3 mit Mexphalt der „Shell-Floridsdorfer” Mineralölfabrik und Vertriebs
Gesellschaft m. b. H., Wien [.. Schubertring 14
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