lung unserer Stadt durch wichtige Urkunden aus
dem städtischen Archive, welche auch auf die frühen
Erwerbsquellen der Einwohnerschaft hinweisen, ferner
Jurch reiches Anschauungsmaterial und Erinnerungs-
gegenstände an wichtige Ereignisse (Türkenbelage-
-ungen, das Jahr 1848) stärker betont sowie das
eigentliche Volksleben in früheren Zeiten, die Volks-
bühne und dergleichen durch Typen, Darstellungen
von Szenen und anderes mehr in den Vordergrund rückt.
In der Abteilung II gelangten in dem den Trägern
der geistigen Kultur gewidmeten Saale Einrichtungs-
gegenstände (darunter der Schreibtisch) der Schrift-
stellerin. Marie Ebner-Esschenbach und eine größere
Anzahl von Handschriften der bedeutendsten öster-
seichischen Dichter neu zur Aufstellung; im Musiker-
zimmer wurden die Schauobjekte durch das Klavier
Alfred Grünfelds und Porträte hervorragender Musiker
vermehrt. Da die beschränkten Raumverhältnisse des
Vluseums eine dauernde Ausstellung aller Zuwächse
nicht zulassen, wurde die Einführung geschaffen, im
großen Bildersaale die letzten musealen Erwerbungen
dem Publikum zeitweilig vor Augen zu führen.
Diesen Bestrebungen auf dem Gebiete der Volks-
bildung dienten auch verschiedene Ausstellungen,
welche die Museumsleitung teils in den Räumen des
Vluseums selbst, teils infolge der Platzfrage außerhalb
veranstaltete. Wie rege die Tätigkeit auf diesem Ge-
biete war, erhellt aus der Tatsache, daß innerhalb
des Zeitraumes vom Mai 1920 bis Mai 1027
aicht weniger als 15 Ausstellungen im Historischen
Vluseum der Stadt Wien selbst stattfanden, von
denen nur jene größeren Stiles hier angeführt
seien ;die erste fand vom 26. Mai bis 24. Juni 1920
anläßlich der in Wien abgehaltenen Musikwoche
statt und ergänzte das Programm dieser Fest-
woche durch die Schaustellung auf die Musik
bezüglicher historischer Dokumente; es folgte
noch im selben Jahre eine zur Erinnerung an
den 150. Geburtstag L. van Beethovens veran-
staltete Ausstellung (16. Dezember 1920 bis
30. Jänner 1921), dann die Grillparzer-Aus-
stellung zum 50. Todestag des Dichters (21. Jänner
1922 bis I. März 1022), eine solche zur Erin-
nerung an das Jahr 1848 (13. März 1923 bis
15. Mai 1923); im folgenden Jahre die Ausstel-
Jungen: „Ernste Musik von Anton Bruckner bis
Richard Strauß” (13. September bis 16. November
1924) und „Das volkstümliche Theater Wiens seit
150 Jahren” (20. September bis 16. November
1924). Vom 24. Oktober 1025 bis 17. Dezem-
ber dieses Jahres die „Johann Strauß-Gedächt-
nisausstellung”; in den folgenden Jahren führte
eine in kleinerem Rahmen gehaltene Schau-
stellung die Porträte der bedeutendsten Mit-
glieder des alten Burgtheaters vor (6. April bis
30. April 1926); schließlich fand in der Zeil
vom 26. März bis 15. Mai 1027 in den Räumen
les Museums diegroßeBeethoven-Zentenar-Ausstellung
der Stadt Wien statt.
Daneben veranstalteten die Städtischen Sammlungen
auch außerhalb des Museums mehrere groß angelegte
Schaustellungen, so die beiden Ausstellungen im
Wiener Messepalast: „Wien und die Wiener” (Mai
bis Juni 1927), die ein Kulturbild der Stadt von den
zühesten Zeiten bis zum Kriegsausbruche bot, und
lie „Schubert-Zentenar-Ausstellung der Stadt Wien”
m Sommer des Jahres 1928, die neben dem Lebens-
verk des Komponisten auch insbesondere die bil-
lende Kunst seiner Zeit vor Augen führte, und
schließlich im Vereine mit der Wiener Secession im
September bis Oktober 1926 die Ausstellung „Das
Stadtbild Wiens in der bildenden Kunst” in den
läumen des Gebäudes dieser Künstlervereinigung.
\uch beteiligte sich das Historische Museum der
Stadt Wien in den Jahren 1920 bis 1928 an zahl-
.eichen von anderen Korporationen veranstalteten
Ausstellungen, und zwar sowohl solchen zum Ge-
lächtnisse bedeutender Künstler, wie Karl Schindler,
Anton Hlavacek (1026), Gustav Klimt (1928) u. a.,
3ls auch anderen, so zum Beispiel der Internationalen
Städtebau-Ausstellung im Künstlerhaus (Herbst 1926),
Jer Ausstellung „Gotik in Oesterreich” im Oester-
-eichischen Museum für Kunst und Industrie (Herbst
026) und vielen anderen.
Im besonderen Maße wurde auch auf die innere
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Ain Brief Grillparzers. (Im Besitz des Hist. Museums der Stadt Wien)
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