gung des Landes wäre der Ausbau dieses Werkes
nie möglich gewesen.
b) Stern & Hafferl Werke mit 60.000 PS. Mit
Hilfe des Landes wurde das Rannawerk im oberen
Vühlviertel erbaut. Es entstanden das Großkraftwerk
ei St. Johann im Pongau, weiters wurde die Dampf-
zentrale in Timelkam erbaut, wo die sonst wertlose
Staubkohle Verwertung findet. Die Stern & Hafferl
Werke versorgen den Großteil des Landes mit elek-
trischem Licht und Kraft,
Weiters entstanden in. der Nachkriegszeit im Lande
130 FElektrizitätsgenossenschaften. Vielen von diesen
gewährte das Land Darlehen, um den landwirtschaft-
lichen Kreisen den Bezug von Flektrizität zu ermög-
'ichen.
IL Erhaltung der heimischen Industrien:
Jie Anlagen der Wolfsegg - Traunthaler
Kohlengewerks A. G. waren großteils veraltet.
Das Land stellte zur Modernisierung des Betriebes
Kredite zur Verfügung. Diese Beteiligung erfolgte,
um die Einfuhr ausländischer Kohle zu drosseln und
die heimischen Produkte zu verwerten, wodurch eine
größere Arbeitslosigkeit hintangehalten. wurde. In den
Gruben der Gesellschaft ‘werden jährlich 500.000
Tonnen Braunkohle gefördert.
Ausbau der Stodertalstraße
der bäuerlichen Bevölkerung, die sich zu diesen Kursen
derartig zahlreich meldet, daß sie vielfach geteilt
werden müssen, zu heben und sie für den landwirt-
schaftlichen Fortschritt reif zu machen.
Oberösterreichs Handel und Gewerbe.
Am wirtschaftlichen Wiederaufbau Oesterreichs
Industrie. ıaben Handel und Gewerbe in ganz hervorragender
. Weise mitgearbeitet. Was insbesondere in Oberöster-
Das Land Oberösterreich hat in der Nachkriegszeit reich die Handel- und Gewerbetreibenden in
zur Belebung der heimischen Industrie Kapi- den letzten zehn Jahren geleistet haben, ist in den
talien investiert, um teils durch die Inflation not- Jahresberichten der Kammer für Handel, Gewerbe
leidend gewordene Unternehmungen zu erhalten, den nd Industrie in Oberösterreich und des Gewerbe-
heimischen Markt mit Hilfe Österreichischer Erzeug- rderungsinstitutes in Linz sowie in den Berichten
nisse vom Ausland unabhängig zu machen, um weiters der verschiedenen Gewerbevereinigungen ohne Ueber-
der stetig zunehmenden Arbeitslosigkeit . zu steuern. '1ebung, aber mit berechtigtem Stolz niedergelegt.
So hat sich das Land an chemischen Industrien, Im Jahr 1926 wurden für Handel und Gewerbe
dann an Glasfabriksunternehmungen beteiligt. Die vorgesehen 171.600 S, für 1927 292.300 S, für das
Steinguterzeugung, die Gmundner Keramik wurde jahr 1928 306.200 und für das Jahr 1929 466.000.
gefördert. . Dieses Ansteigen der Präliminarziffern, denen gar
Von größter Bedeutung aber waren die Beteiligungen keine Bedeckung gegenübersteht, ist auf den ge-
des Landes zur Hebung nachstehender Industrien: steigerten Aufwand für die gewerblichen Fortbildungs-
L Elektrizitätswirtschaftsförderun g: a) Das schulen zurückzuführen. Das Land Oberösterreich muß
Großkraftwerk Partenstein der Oberösterreichi- zu den Kosten des gewerblichen Fortbildungsschul-
schen Wasserkraft & Klektrizitäts-Gesell- mterrichtes 50°% beitragen. Die rasche Entwicklung
schaft (Oweag) mit 45.000 PS an der Großen Mühl. und die gewaltige Förderung des Fortbildungsschul-
Mit dem Landtagsbeschlusse am 1l. Dezember 1919 wesens ergibt sich auch aus dem Vergleiche der seit
wurde die prinzipielle Beteiligung des Landes an dem dem Jahre 1926 als gesetzlicher Landesbeitrag zu den
Ausbaue ausgesprochen. In Verfolgung dieses Be- gewerblichen Fortbildungsschulen festgesetzten Be-
schlusses hat dann die Landesregierung Geldmittel träge:
seigestellt zum Erwerb von Aktien. Weiters wurden pro1926. ...... 110.200
Darlehen gegeben und Haftungen für die Verzinsung » 1927. ...... 182.600 ,
und Tilgung von in- und ausländischen Anleihen „ 1928. WR 264.500 ;
übernommen. Das Partensteinwerk versorgt den Groß- » 1929. «20000. 330.600 ,
teil des Mühlviertels, die Stadt Linz, und liefert eine Diese Ziffern werden verständlich und finden ihre
größere Erzeugungsmenge nach Wien: ohne Beteili- volle Begründung in dem Bestande an fachlichen und
ya