Full text: 10 Jahre Wiederaufbau

‚llgemeinen gewerblichen Fortbildungsschulen im Schul- 
ahr 1927/28. Oesterreich zählte im genannten Schul- 
ahr 26 fachliche und 49 allgemeine gewerbliche 
rortbildungsschulen, letztere teilweise mit Fachab- 
‚eilungen. Von den 26 fachlichen Fortbildungsschulen 
waren 21. gewerbliche und 5 kaufmännische Fort- 
bildungsschulen. Die Gesamtzahl der Klassen der ge- 
werblichen Fortbildungsschulen betrug 284 mit einer 
Gesamtschülerzahl von 5746. In Verwendung standen 
401 Lehrpersonen einschließlich der Schulleiter, welche 
nsgesamt in 2417 Wochenstunden unterrichteten. Der 
durchschnittliche Schülerbesuch betrug 87°7%%. 
Fremdenverkehr und Kurorte. 
Nach den Aufzeichnungen des letzten Friedens- 
ahres für das Land Oberösterreich weisen die der 
Fremdenstatistik unterzogenen Orte des Landes einen 
Gesamtbesuch von 202.001 angemeldeten Fremden 
mit zusammen 1,181.724 Uebernachtungen auf, Von 
diesen Fremden waren 43.748 aus Oberösterreich 
selbst, 61.380 aus Wien, 17.660 aus den übrigen 
Ssterreichischen Provinzen, 8213 aus Ungarn, 22.665 
aus dem Deutschen Reiche, der Rest aus anderen 
suropäischen und außereuropäischen Ländern. 
Demgegenüber weist die Statistik des Jahres 1927 
‚nen Gesamtbesuch von 315.054 Fremden mit zu- 
sammen 1067.731 Uebernachtungen auf; hievon 
‚04.711 aus Wien, 144.991 aus dem sonstigen Oester- 
„eich, 9187 aus der Tschechoslovakei, 6005 aus 
Ungarn, 43.799 aus dem Deutschen Reiche, der Rest 
zus den übrigen europäischen und außereuropäischen 
‚ändern. 
Die Statistik zeigt sonach eine große Annäherung 
an die Ziffern der Vorkriegszeit, wobei aber insbeson- 
dere eine außerordentliche 
Steigerung des Besuches aus 
dem Deutschen Reiche fest- 
zustellen ist. 
Was die für den Fremden- 
verkehr in der Hauptsache in 
Frage kommenden Einrich- 
tungen anlangt, so muß be- 
sonders betont werden, daß 
die Entwicklung des Kraft- 
wagenverkehres in Ober- 
5sterreich in den letzten 
Jahren eine ganz außeror- 
dentliche ist; die oberöster- 
‚eichische Kraftwagengesell- 
schaft hat im Sommer über 
50 Linien im ganzen Lande 
in ständigem Betrieb; neben 
dieser führt noch die Bun- 
despostverwaltung weitere 
sieben ständige Linien. 
Auch der Ausbau der 
F ernsprechleitungen hat sich 
m Lande kräftig entwickelt, namentlich dank der un- 
nittelbaren Unterstützung derselben durch Vorschüsse 
‚us Landeskrediten. Auch dieser trägt zweifellos sehr 
‚ur Steigerung des Fremdenverkehres im Lande bei. 
Neben den zahlreichen Fremdenverkehrsstationen 
‚at aber das Land auch zwei Kurorte von großer 
Zedeutung und Ruf, deren Entwicklung natürlich auch 
‚umindest in der wirtschaftlichen Auswirkung in das 
Kapitel Fremdenverkehr gehören. 
Hier sind vor allem die in die letzte Zeit fallende 
Frbohrung der Thermen in Schallerbach und die 
zeradezu amerikanisch rasche Entwicklung dieses 
Oertchens zum Kurort zu erwähnen. 
Die kohlensäurereiche, geschwefelte, alkalische Akrato- 
herme mit zirka 60 Sek.-Liter Ergiebigkeit und 
36°25° Celsius Kigentemperatur wurde bei einer 
Bohrung auf Rohöl im Spätherbst 1918 in 478 m Tiefe 
ıus dem Grundgebirge (Granit) anfallend, erschlossen. 
\us dem anfangs wilden Badebetrieb hervorgehend, 
wurde durch die Gründung der Schwefelbad Schaller- 
‚ach Ges. m. b. H., bei der das Land Oberösterreich 
vesentlich beteiligt ist, im Oktober 1921 ‚ein regel- 
rechter Badebetrieb eingerichtet. Schallerbach hat den 
?rwartungen in die Heilkraft seines Wassers voll- 
;tändig entsprochen. Sein Ruf ist weit über die 
Grenzen Oesterreichs hinaus bekannt und weist 
zanz besondere Heilerfolge bei subakuten und chroni- 
schen Gelenks-, Muskel- und Nervenerkrankungen, 
Arterienverkalkung, Neurasthenie, Magen- und Blasen- 
eiden, Ekzemen und Exsudaten auf, Aus einem ganz 
Meinen Bauerndorf ist ein Kurort geworden, in dem 
ganz moderne, auch architektonisch ge- 
l'ungene große Kurhäuser gegen 1200 Personen 
gleichzeitig Aufenthalt gewähren. 
Praunfallbrücke 
‚>
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.