in Bad Ischl die gegenwärtig in
Angriff genommene, lang geplante
Errichtung eines modernen Kur-
und Badehauses zu erwähnen.
Steinfeldbrücke in Ischl. Erbaut 1927
Neben dieser Neugründung ist auch eine bedeutende
Aufwärtsentwicklung des altbewährten Jod-
Bades in Bad Hall zu erwähnen. Die während der
Kriegsjahre eingetretene Senkung in der Frequenz-
ziffer Bad Halls ist bald nach dem Kriege wieder
wettgemacht worden durch die beträchtliche Steigerung
im Zeitraum 1918-1928 von rund 6000 der Friedens-
zeit auf 13.500, das ist um mehr als 100%.
Durch die erhöhte Frequenz wurden die Kurein-
richtungen, die naturgemäß unter den Schwierigkeiten
der Kriegsjahre auch stark gelitten hatten, aufs äußerste
in Anspruch genommen. Nur nach und nach war es
möglich, die entstandenen Schäden auszubessern und
dann auch Erweiterungen und Neuanschaffu ngen durch-
zuführen. So wurden unter Aufwendung großer Geld-
mittel ein Zubau an das Badehaus mit 28 Kabinen
und den entsprechenden Nebenräumen, ein Zander-
and elektrotherapeutisches Institut und zu-
etzt eine moderne Inhalationsanlage errichtet.
In der weiteren Folge ergab sich auch die Not-
wendigkeit, die Menge des verfügbaren Jodwassers
zu vermehren. Dies geschah durch
vier Neubohrungen, darunter durch
die auf 570 m Tiefe abgeteufte
Johannesquelle und die erst im
Herbste 1928 erbohrte neue Quelle
im ehemaligen Hadringer-, jetzt
Hauser-Park.
1927-1928 wurde auch eine neue,
allen Anforderungen entsprechende
Trinkhalle nach den Plänen von
Professor Clemens Holzmeister,
Wien, erbaut. Für all diese Neuan-
lagen wurden aus Landesmitteln fast
4/2 Millionen Schilling investiert.
Was die. Entwicklung anderer
Kurorte des Landes anbelangt, so
st hier in erster Linie die in der
Kurstadt Gmunden 1027 erfolgte
Errichtung eines großen, modern
eingerichteten, herrlich gelegenen
Strandbades am Traunsee,
Krankenfürsorge.
Im Büundeslande Oberösterreich be-
standen bis zum Jahre 1918 nach-
stehende Krankenanstalten, die mit
dem Oeffentlichkeitsrechte ausgestattet
waren: das allgemeine öffentliche
Krankenhaus der Stadt Linz, jenes
der Barmherzigen Schwestern und
das Isabellen-Kinderspital zu Linz,
das allgemeine öffentliche Kranken-
haus in Steyr, das Krankenhaus der
{reuzschwestern in Wels, die allgemeinen öffentlichen
Crankenhäuser in Braunau, Bad Ischl, Kirchdorf, Windisch-
zarsten, Enns, Ried i. J., Schärding, Vöcklabruck. Das all-
zemeine öffentliche Krankenhaus zu Windischgarsten
nußte, da es den an ein solches zu stellenden Anfor-
lerungen nicht entsprach, aufgelassen werden. Seit dem
Jahre 1918 erhielten jedoch das Oeffentlichkeitsrecht die
Crankenhäuser in Mondsee, das Frauenspital der Elisa-
>ethinnen in Linz und das Krankenhaus in Rainleiten bei
srieskirchen. Neu errichtet wurde in Oberösterreich die
„andes-Tuberkuloseheilanstalt in Buchberg
ei Traunkirchen und die Frauenklinik in Wels,
ene in Linz durch einen Aufbau erweitert. Von den
ıllgemeinen. öffentlichen Krankenhäusern wurde jenes
n Kirchdorf durch einen Zubau erweitert und den der-
zeitigen Anforderungen der Krankenpflege entsprechend
eingerichtet, Die Erweiterung und Umgestaltung des allge-
neinen öffentlichen Krankenhauses in Braunau a. L ist
jetzt im Zuge.
Hand in Hand mit der Einrichtung der Krankenhäuser
nit modernen, Heilbehelfen erfolgte naturgemäß eine
ınsehnliche Vermehrung der Bettenanzahl in einer Reihe
‚on oberösterreichischen Krankenhäusern. Diese Ver
Aschachbräck
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