Full text : 10 Jahre Wiederaufbau

mehrung beträgt seit IQ919 rund 700
Betten. Die Gesamtzahl der Betten in
den allgemeinen öffentlichen Krankenhäusern
 Oberösterreichs ist derzeit normal
 2671. Hiezu kommen noch 08 in der
Tuberkuloseheilanstalt Buchberg und 156
in der Landesfrauenklinik.
Aus der diesbezüglich aufgestellten
Statistik ergibt sich die interessante Tatsache,
 daß die Ausgaben des Landes-:onds
 für die allgemeinen öffentlichen
Krankenhäuser im Jahre I919 64 g beirugen,
 um bis zu dem Betrage von
5 LOO2.108:85 im Jahre 1928 (Stand vom
5. Dezember 1928) zu steigen. In dieser
Summe sind allerdings die dem “-Beiırag
 des Landesfonds entsprechenden
Bauraten zum Krankenhausumbau in
Braunau am Inn inbegriffen, wie auch
in der Ausgabensumme pro 1926’ per
S 002.069°55 die Bauraten für den Krankenhausumbau
in Kirchdorf enthalten sind.

Die Jugendfürsorge, ihre Organisation und
Erfolge.
Neben der Krankenfürsorge war namentlich die
Jugendfürsorge Gegenstand der besonderen Aufmerksamkeit
 und Betätigung des Landes. Im Jahre 1919
wurde durch Beschluß des oberösterreichischen Landesrates
 ein Landesjugendamt für Oberösterreich geschaffen,
 dem alle Agenden der Landesijugendfürsorge
übertragen wurden.
Als Hauptaufgabe der öffentlichen Jugendfürsorge
arschien die Bekämpfung der außerordentlich großen
Säuglingssterblichkeit und des Massenelendes der unehelichen
 Kinder und Ziehkinder.
Durch systematischen Ausbau der Fürsorge begann
nan dem Uebel an den Leib zu rücken. Es wurden,
ıbgesehen von den Städten Linz und Steyr, die ihre
Fürsorge selbständig ausbauten, in. den 44 Gerichtsbezirken
 des Landes Generalvormundschaften einge-Frinkhalle

 Bad Hall

Zandersaal im Landes-Sanatorium Bad Hall

ichtet, um den Kindern eine angemessene Alimentation
zu verschaffen, die eine der Voraussetzungen für eine
zute Haltung der Kinder ist. Die Berufsvormünder beireuen
 derzeit rund 27.000 Mündel. Außerdem wurden
15 Mutterberatungsstellen gegründet, in denen derzeit
36 diplomierte Fürsorgerinnen tätig sind.
Von der Zentralstelle wurden auch die notwendigen
;tützpunkte für die offene Fürsorge durch Einrichtung
nes den modernen hygienischen Anforderungen ent-;prechenden
 Mütter-, Säuglings- und Kleinkinderheimes
n Linz, Riesenhof, sowie eines Heimes für tuberkulosesedrohte,
 erholungsbedürftige Kinder in Kirchschlag bei
inz geschaffen.
Der Frfolg ist ein wesentlicher Rückgang der
säuglingssterblichkeit von 21'3% durchschnittlich
m Jahre 1014 auf 144% im Jahre 1927, in gut befür-;orgten
 Bezirken auf 5%; ferner eine Entlastung der
\rmenfürsorge der Gemeinden in dem Sinne, daß durch
lie strengere Heranziehung der Eltern zu Alimenationsleistungen
 die Gemeinden nur in wirklichen
Votfällen Unterhalts- und Erziehungskosten zu tragen
‚aben.

Schulwesen.
Auf dem Gebiete der Schulverwaltung
und des Schulwesens brachten die ersten
zehn Jahre der Republik vielfache Neue-‚ungen,
 vielfachen Fortschritt. Die Schulverwaltung
 in Oberösterreich wurde
durch Schaffung. eines neuen Schulaufsichtsgesetzes
 auf eine der Zeit entsprechende
 breite demokratische Basis
gestellt, in dem die oberste Schulbehörde
des Landes, der Landesschulrat, eine
neue, dem Verhältnis der politischen
Parteien im oberösterreichischen Landtag
 entsprechende Zusammensetzung erfuhr;
 ebenso wurden die Stadt-, Bezirks-
 und Ortsschulräte den Parteienverhältnissen
 ihrer Wirkungsgebiete angepaßt.

Naturgemäß sind auf dem Gebiete des
Vollks- und Bürgerschulwesens

FH
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.