EINNAHMEQUELLEN UND FINANZGEBAREN 535
die in Zwischenräumen. von mehr als drei Monaten zahlbar sind,
ebenso die Wohnung, wenn diese Naturalleistung die Höhe des
Lohns nicht beeinträchtigt. Der Geldwert der Naturallöhne wird im
allgemeinen in. den verschiedenen Ländern von den Versicherungsträgern
unter Kontrolle der Überwachungsbehörden geschätzt.
Andererseits, wenn Lohnklassen bestehen, werden. die Lohngrenzen.
und der Grundlohn jeder Klasse in bezug auf eine bestimmte
Zeiteinheit (meist der Tag oder die Woche) ausgedrückt,
die nicht immer mit der tatsächlichen Lohnperiode des Versicherten
übereinstimmt. Es sind daher genaue Bestimmungen
notwendig, um die in Wirklichkeit täglichen, wöchentlichen,
monatlichen oder Jahreslöhne auf die in der Beschreibung der
Lohnklassen angewandte Zeiteinheit zu beziehen. Die Gesetzgebungen
lassen nicht immer die gleichen Umrechnungskoeffizienten
zu. Aber es erscheint erlässlich, hierbei auf die Einzelheiten
der Regelung einzugehen. Man. ersieht, dass man im
allgemeinen vom Tageslohn auf den Wochen-, Monats- oder
Jahreslohn gelangt, wenn man den ersteren mit 6 (in bestimmten
Fällen mit 7), bzw. mit einer Zahl zwischen 24 und 30 oder
zwischen 300 und 360 vervielfältigt,
Wir lassen ferner das Studium der verschiedenen Vorschriften
ausser Betracht, die die Umrechnung des „Stücklohns‘“ in „Zeitlohn“
betreffen, wie auch die Einwirkung von Lohnänderungen
auf die Einreihung des Versicherten in eine Lohnklasse.
Die Zeiträume, für die Beiträge zu zahlen sind
Es ist eine fast allgemein angewandte Regel, dass die Beiträge
Während der Dauer einer von Arbeitsunfähigkeit begleiteten
Krankheit nicht eingefordert werden. Daraus ergibt sich theoretisch
eine Veränderung bei der Berechnung der Prämien, wonach
dem täglichen Krankengeld auch der Tageswert des Beitrags
hinzuzurechnen. ist. Eine grosse Zahl von Gesetzgebungen (vgl.
„Leistungen‘) hält während einer bestimmten Zeit den Anspruch
auf Leistungen zugunsten der unfreiwillig Arbeitslosen
aufrecht, ohne von ihnen die Bezahlung von Beiträgen zu fordern.
In den Systemen, in welchen der Beitrag im Verhältnis zum
Lohn festgesetzt wird, ergibt sich diese Regel zwangsläufig. Da
die Arbeitsunfähigkeit im allgemeinen das Aufhören der Lohnzahlung
mit sich bringt, verschwindet mit ihrem Eintritt die
Bemessungsgrundlage. Man vermeidet ferner hierdurch, dass der
Arbeitgeber einen Beitrag für einen Arbeiter zahlt, dessen Arbeitskraft
er augenblicklich nicht verwendet und nicht entlohnt.