3. Endstadium:
Konto des Materialwerts der Fertigfabrikate,
Konto des Lohnwerts der Fertigfabrikate,
Konto .der Unkosten, die zuschlagsmäßig auf
die Fertigfabrikate verrechnet werden.
In vielen einfacheren Betrieben werden die Werte des Be-
vegungsstadiums in einem nicht weiter unterteilten Fabri-
cationskonto, die Werte der Fertigfabrikate ähnlich in einem
Fertigwarenkonto zusammengefaßt, eine Gepflogenheit, die
zwar einfache Abrechnungsmethoden zuläßt, aber jeden
Überblick über die innere Struktur des Betriebes unmög-
lich macht. Man unterteile daher stets so wie oben sche-
matisch angedeutet, d. h. erfasse den Wert der einzelnen
Kostenarten bei Halb- und Fertigfabrikaten getrennt.
Zu diesen buchhalterischen Konten treten weitere in Ge-
stalt eines Umsatzkontos und eines monatlichen Erfolgs-
kontos, welch letzteres dem Gewinn- und Verlustkonto der
Hauptbuchführung entspricht. Näher auf die ungemein inter-
essanten und vielseitigen Methoden der neuzeitlichen Be-
triebsbuchführung einzugehen, müssen wir uns versagen, da
dies den Rahmen der vorliegenden Arbeit bei weitem über-
steigen würde. Es sei hierzu auf das am Schluß des Büch-
leins aufgezeichnete Literaturverzeichnis verwiesen,
g) Budgetrechnung und Kostenpläne
Ursprung und Ausbau. Von Amerika her ist in
den letzten Jahren eine neue Methode der Betriebsrechnung
zu uns gelangt, die große Ähnlichkeit mit der Etatsrechnung
der öffentlichen Betriebe, also des Reichs-, Länder- und Ge-
meindehaushalts aufweist: die Budgetrechnung. Der Grund-
gedanke, ein Budget für betriebliche Vorgänge aufzustellen,
ist ja durchaus nicht neu, Die Vorkalkulation eines jeden
Auftrags nach Material- und Lohnverbrauch ist letzten
Endes nichts anderes als ein Haushaltsplan für die Ab-
wicklung eben dieses Auftrages, und die bei der Darstellung
der Nachkalkulation besprochenen Normalzuschläge fußen
auf der gleichen Überlegung, eine planmäßige Abwicklung
betrieblicher Vorgänge dem Abrechnungswesen zugrunde zu
legen.
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