Contents: Wissenschaftliches Arbeiten

Die Schreibweise 
Zwanzigstes Kapitel 
Besondere Anforderungen: Die Schreibweise 
74. Die wissenschaftliche Genauigkeit, die allen höchst 
erwünscht ist, wird in der Regel bei der Veröffentlichung 
der Arbeit nur dann erreicht werden, wenn man sich auch 
bei der schriftlichen Darstellung an ihre Vorschriften ge- 
wöhnt hat. Es mögen äußerliche und nach dem Urteil 
Fernstehender vielleicht kleinliche Punkte sein. Sie haben 
aber ihre Berechtigung und sollten bei der wissenschaft- 
lichen Arbeit nicht vernachlässigt werden. 
1. In Bezug auf die Schreibweise sei zunächst an die 
notwendige Gleichmäßigkeit bei der Anwendung der 
sogenannten lateinischen und deutschen Schriftgattung er- 
innert. Es macht einen eigentümlichen Eindruck, dieselben 
ohne hinreichenden Grund durcheinander gemischt zu sehen, 
sei es auch nur um jeden beliebigen Eigennamen durch 
lateinische Lettern hervorzuheben. 
Einen eigentümlichen Eindruck macht es auch, wenn die latei- 
nischen Zahlzeichen ohne jeden ersichtlichen Grund in deutschen Schrif- 
ten zur Verwendung kommen, wie zB. im Titel der „Festrede, im 
Namen der Georgs-Augusts-Universität zur akademischen Preisverteilung 
am VIII Juni MDCCCOXCGVIII gehalten von Rudolf Smend“ (Göttingen, 
Diederich). 
2. Wichtiger ist aber die. dringend erwünschte Über- 
sichtlichkeit in der Schreibweise. Sie läßt sich er- 
reichen: a) durch eine angemessene Texteinteilung. 
Man gewöhne sich von Anfang an daran, nicht bloß einige 
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