Object: Die Hansestädte und die Kontinentalsperre

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III. 
Tie Annettion. 
Aber gerade, als man sich solchen verfrühten Hoffnungen hingab, 
hatte Napoleon den Gipfel seiner Macht erklommen. Nach der 
Schlacht bei Wagram war Österreichs Widerstandskraft ge 
brochen, der Kaiserstaat sah sich vom Meere abgeschnittten. Na 
poleons Maßnahmen am Adriatischen Meere waren sichtlich darauf 
zugeschnitten, der Kontinentalsperre aufs neue strikte Durchführung 
zu sichern. Der Freundschaft Rußlands gewiß, holte der Un 
ermüdliche zu einem neuen vernichtenden Schlage gegen den letzten 
unbezwungenen Gegner, gegen England, aus. Die bittere Er 
fahrung von Trafalgar hatte ihn gelehrt, daß sich Flotten nicht 
improvisieren lassen, er rechnete mit jahrelangen Vorbereitungen, 
aber er hoffte, während er seine Rüstungen betrieb, durch eine 
abermalige Verschärfung des wirtschaftlichen Kampfes, den Wider 
facher so sehr zu schwächen, daß seine Flotte nur noch den letzten 
Stoß gegen einen Ohnmächtigen zu führen haben werde. Die 
Vorbereitungen zu diesem Entscheidungskampfe besiegelten auch das 
beschick der Hansestädte. 
Die Frage nach der künftigen politischen Stellung der Städte 
war seit 1806 in der Schwebe geblieben. Nominell erfreuten sie 
ffch voller Unabhängigkeit, die alten Verfassungen blieben in Kraft, 
mit Frankreich wurde auf diplomatischem Wege verkehrt, tatsächlich 
aber waren die Senate einfach die ausführenden Organe des 
kaiserlichen Willens. Das ganze Verhältnis trug jedoch den Cha 
rakter des Provisorischen an sich; eine endgültige Regelung schien 
um so dringender erforderlich, seitdem, im Frühjahr und Herbst 
1808, auch Mecklenburg und Oldenburg ihren Beitritt zum Rhein 
bünde erklärt hatten, sodaß die Städte fast vollständig von dessen 
Gebiet umgeben waren. Im Jahre 1809 hatte ferner mehrere
	        
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