2
75
r
1
>
n
11
Os
10
bh
21
SG
Te
ıt
x
Sede Dorfgemeinde hatte in Rukland bis 1906 das Recht, An»
gehörige, die ihr zur Laflt fielen oder fidh fcdhleht aufführten, zu ver»
bannen. Als es in den Bauerngemeinden infolge des Syjtems des
teten NMeunufteilens des Gemeindelandes (Mir) zu eng wurde, ijt von
diefem Recht in ausgiebigem Make Gebraud) gemacht worden.
4. Perjonen, welde auf adminiftratipvem Wege ver[dhidt werden,
meift fogenannte ‚‚Politijdhe‘“, aber aud) viele Sektierer, deren es in
Rußland mehr gibt, als man gewöhnlidh annimmt.
Leute, die für ihre Gefinnung leiden, häufig hochjtehende Charak-
tere, die auf den Machtjprudh höherer Beamten verjdhidt werden, nidt
gar 3u felten aus periönliqher AWbneigung des betreffenden Madıt-
Habers.
Hier ijt zu beachten, dak nicht einmal die Hälfte durch richHter-
lies Urteil nad) Sibirien gefommen ift, weiterhin der grobe Prozent
laß ber „Freiwilligen“.
Der objektive Beurteiler wird eine Kritik an das Syltem der
Berjdhidung nur nad) genauer Prüfung der Gefamtverhältnijje legen
fönnen. Durd) harte Mittel ijt da Häufig die Lölung grandiofer Kultur-
probleme gejucht worden.
Eine verheerende Wirkung auf die RMaffenbildung in Sibirien
fönnen diejfe Elemente wohl nicht gehabt haben. Auch ijt ihre Zahl
gering im Verhältnis zur gefamten Malje der Einwanderer. In jedem
der erjten Jahre unjeres Jahrhunderts follen rund 19000 Berfonen
in die Verbannung gegangen fein.
Dahingegen betrug die SGefjamteinwanderung nad) Sibirien:
in den Jahren 1600 bis 1896 3000000 Köpfe,
in den Jahren 1896 bis 1905 1370000 Köpfe,
in den Jahren 1905 bis 1913 3000000 Köpfe.
über Sibirien nad) Oftalien in den Yahren
nach NManfen nah Göbe
OS Aa
NRüdwandereı
nach ©5öbel
1899 ca.
(900
{901 „,
1902 „,
1903 „
1904 ,,
1905 ,,
1906
1907
1908 „
1909
1910 ,,
1911 ,,
1912 ,
1913
2A NO)
34.000
3A 000
7000
1000
1000
4000
6000
27000
38 000
QRO000
et
2700
565.000
B20.000
1079
355000
226 000
259000
207 (MW)
1Q*