Indirekte Einflüsse auf die Kaufkraft.
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sich mit genügender Kasse zu versehen, damit er seinen unvorhergesehenen
Ausgaben Genüge leisten kann. Der letztere treibt mit seinem Gelde
Schatzbildung, und wird daher eine langsamere Umlaufsgeschwindigkeit
aufweisen. Wenn, wie es in Frankreich der Brauch war, die Leute ihr Geld
in Strümpfen aufbewahrten und es durch Monate dort ließen, so muß die
Umlaufsgeschwindigkeit äußerst niedrig gewesen sein. Dasselbe gilt von den
Depositen. In einer gewissen Universitätsstadt lehnen die Banken es oft
ab, von Studenten, die mit Geld etwas verschwenderisch umgehen, Depositen
anzunehmen, da ihr Durchschnittssaldo sehr niedrig ist; oder die Banken
stellen die spezielle Bedingung, daß der Saldo niemals unter 100 Dollars
fallen darf.
Es wird zuweilen gesagt, daß zurückgelegtes Geld der Zirkulation ent
zogen worden sei. Dies besagt aber nur in anderer Form, daß das Zurück
legen zu einer Verminderung der Umlaufsgeschwindigkeit führt.
Ein sparsamer Mensch ist bis zu einem gewissen Grade ein Schatz-
bildner von Geld 1 ) oder Bankdepositen. Arbeiter, welche sich Geld sparen
pflegen ihre Ersparnisse in Form von Geld zu behalten, bis sie genügend
angehäuft haben, um es in einer Sparkasse zu deponieren. Diejenigen,
welche Bankkontos haben, sammeln gleichfalls beträchtliche Depositen’
bevor sie Anstalten zu einer Kapitalsanlage treffen. Es wird behauptet’
daß Banken, deren Deponenten „rasch Geld machen“ und es in bestimmten
Zeitperioden anlegen, weniger aktive Büanzen haben als Banken, deren
Deponenten „nicht über die Verhältnisse leben“.
1 b. Die Gewohnheit des „Belastens“ (charging), d. h. die Gewohnheit
sich des Buchkredits zu bedienen, erhöht die Umlaufsgeschwindigkeit des
Geldes, weil der Mann, der Waren „belasten“ läßt, es nicht nötig hat
soviel Geld zu seiner Verfügung zu halten, wie er haben müßte, wenn alle
seine Zahlungen per Kasse zu erledigen wären. Derjenige, welcher täglich
b ar bezahlt, muß sich auch für die täglich möglichen Fälle mit Geld vorsehen.
Ungleich dem System des Buchkredits erfordert das System der Barzah
lungen, daß das Geld für Einkäufe im voraus bereitgehalten wird. Wenn
für Geld im voraus Sorge getragen werden muß, so muß es offenbar in größeren
Quantitäten beschallt werden, als wenn es bloß zur Liquidation vergangener
Schulden benötigt wird. Und dies aus zwei Gründen: erstens herrscht vor
den Einkäufen Ungewißheit darüber, wann und wieviel Geld gebraucht
werden wird, während, nachdem die Rechnungen eingelaufen sind, die
l ) Siehe Hairison H. Brace, Gold Production and Fulure Prices, New York (Bankers'
Publishing Co.), 1910, S. 122.
Fisher, Kaufkraft des Geldes.
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