Full text: Rationalisierung als Kulturfaktor

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A. Tatsachen 
das Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit, herausgegeben vom 
R.K.W., Berlin 1927, in knapper und gemeinverständlicher Form 
behandelt worden. Wir können uns daher darauf beschränken, hier 
lediglich eine Darstellung des Reichskuratoriums für Wirtschaftlichkeit 
in Umrissen zu geben und verweisen für das Nähere auf die ge⸗ 
nannte Literatur. 
Das Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit ist ursprünglich im 
Jahre 1921 als Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit in Industrie 
und Handwerk ins Leben gerufen worden. Während der ersten vier 
Jahre seines Bestehens arbeitete es ausschließlich mit Mitteln der 
Privatwirtschaft. Erst seit dem Jahre 1925 wird es, nachdem die 
Beschraͤnkung seines Arbeitsbereichs auf Industrie und Handwerk 
gefallen ist, aus öffentlichen Mitteln gespeist. Seit dieser Zeit erstreckt 
sich sein Tätigkeitsbereich auch auf den Handel, die Landwirtschaft, die 
Hauswirtschaft uswp. Das Reichskuratorium hat sich in erster Linie 
zur Aufgabe gemacht, das Verständnis für die Notwendigkeit der 
Rationalisierung in allen Teilen des deutschen Volkes zu wecken, an 
alle Interessierten Auskünfte zu geben, auf den Ausgleich von Gegen⸗ 
saͤtzen und die Abgrenzung der Arbeitsgebiete hinzuarbeiten, die Er⸗ 
gebnisse der Arbeiten zu sammeln und zu verbreiten. Das Reichs⸗ 
kuratorium leistet selbst keine Facharbeit, sondern überläßt diese den 
ihm angeschlossenen Körperschaften, die es zu diesem Zwecke finanziell 
unterstützt. Außerdem veröffentlicht es die monatlich erscheinenden 
R.K. W.⸗Nachrichten und ferner die R.K.W.-⸗Veröffentlichungen, 
meist Broschüren. Aus der Fülle der Körperschaften, die mit 
dem R.K.W. in Verbindung stehen, seien als besonders bedeutsam 
erwaͤhnt: 
a) Der Ausschuß für wirtschaftliche Fertigung (AWg): Er erforscht 
u. a. technische Methoden und Vorgänge, die für verschiedene, nicht 
bloß einzelne Wirtschaftszʒweige gemeinsames Interesse haben, und 
stellt Richtlinien für deren rationelle Handhabung auf. Er legt 
Grundsatze für die betriebstechnische Arbeitsvorbereitung fest und
	        
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