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A. Tatsachen
10o im Jahre 1925 auf 120,89, im Jahre 1926 herauf. Auch bei
der Reichsbahn ist die Arbeitsleistung von 1926/27 von 100 auf 118,5
gestiegen.
In den beiden Schlüsselgewerben der Kohlenproduktion und der
eisenschaffenden Industrie ist die Rationalisierung zu einem erheblichen
Teil auf dem Wege der Ersetzung von Muskelkraft durch mechanische
Kraft vor sich gegangen. Von den 200 ooo Menschen, die unmittelbar
nach dem Kriege in den Bergmannsberuf neu eingetreten sind, ist
der größte Teil durch die Maschinisierung, die in der Ruhrindustrie
dazu geführt hat, daß rund 5096 der Ruhrkohlen heute schon auf
mechanischem Wege gewonnen werden, wieder ausgeschieden worden.
Auch in der eisenschaffenden Industrie ist die Arbeiterzahl durch die
Maschinisierung geringer geworden. Während z. B. vor der Ratio⸗
nalisierung bei der Motorenfabrik Deutz 650 Mann Belegschaft bei
einem Motorgewicht von 45kg 900 Tonnen fertiger Erzeugnisse liefer⸗
ten, lieferten nach der Rationalisierung 343 Mann bei 24,5 kg
Motorgewicht 950 Tonnen. Durch Einführung der Fließarbeit
konnten in dieser Fabrik 4095 an Lohn gespart werden, obwohl eine
Erhöhung des Stunden lohnes um 28 eintrat. Weitere Beispiele
über Rationalisierungsersparnisse sind in den Vorträgen des Reichs⸗
kuratoriums für Wirtschaftlichkeit enthalten*). Auch für die Auto—⸗
mobilindustrie laͤßt sich der Grad der Rationalisierung auf Grund
von Angaben des Fachnormenausschusses der deutschen Kraftfahr⸗
zeugindustrie feststellen. Danach ist der Weg der Rationalisierung
in der Automobilindustrie vor allem durch den Rückgang der Fabri⸗
kationsarten und der Zahl der Modelle, durch Maßnahmen der orga⸗
nisatorischen wie der technischen Rationalisierung, gekennzeichnet:
1924 wurden von 86 Fabriken 146 Personenwagenmodelle gebaut,
1925 52 79
1926, „30 42
*5) Vorträge des Reichskuratoriums für Wirtschaftlichkeit vom 15. 3. 1927,
R. K. W. Verlag 1927.