mer aussähe: dem ist aber nicht so, weil hier, namentlich in der
auswärtigen Politik, der Diplomatenverkehr ein mehr einheitliches
internationales Milieu geschaffen hat, das auch der Wissenschaft,
namentlich also der Historie, zugute gekommen ist. Auf
dem Gebiet der inneren Politik bestehen allerdings begrifflich
und sprachlich noch große Unterschiede, weil hier schon die wirtschaftlichen
Verhältnisse mit ihren Unklarheiten wesentlich beteiligt
sind. Die inneren sozialen Verhältnisse entwickeln sich
eben in allen Ländern verschieden, und zwar in einer gewissen
absıchtlichen Abgeschlossenheit, und führen deshalb zu mehr
nationalen, also weniger internationalen Begriffsbildungen und
Sprachgewohnheiten.
Um im einzelnen zu erläutern, was zum Programm einer Internationalen
Kommission für Bergwirtschaft gehören würde, überreiche
ich hiermit den Entwurf zu einem Arbeitsplan dieses Instituts,
Die Kommission hat erstens rein wissenschaftliche Aufgaben:
und zwar sind zunächst
a) die begrifflichen und sprachlichen Grundlagen einer
internationalen Wirtschaftsverständigung zu schaffen: ein System
der Bergwirtschaft ist zu vereinbaren, die Bauwürdigkeitsgrade
sind nach gewissen weltwirtschaftlichen Normen abzugrenzen,
die Terminologie hierfür ist für alle Weltsprachen in einem bergwirtschaftlichen
Wörterbuch festzulegen, ebenso die Nomenklatur
der einzelnen nutzbaren Mineralarten, Handelsmarken, Tarifpositionen
usw. Sodann sind im Zusammenhang damit
b) die statistischen und kartographischen Grundlagen,
also Maße und Gewichte, Preise und Wertbegriffe, Zoll- und
Handelsgebräuche, ferner Kartenmaßstäbe, Wirtschaftssignaturen,
Farben, Mengen und Wertgrößen, Diagramme usw. zu normalisieren.
Notwendig hierzu sind Rückblicke und Rechtsbeziehungen,
demgemäß sind
c) die historischen und die juristisch-sozialen Grundlagen
zu studieren, also die Entwicklungsperioden der Bergwirtschaft,
der Boden- und Bergrechte, der Unternehmungsformen, der
Kartelle und Trusts, der Sozialisierungen und Nationalisierungen.
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