und Mißverständnisse und bilden die Vorbedingung für die
Verständigung über andere Vereinheitlichungen.
Ähnliches gilt von allen kartographischen und sonstigen bild-
lichen und diagrammartigen Veranschaulichungen hinsichtlich
der Linien-, Zeichen- und Farbenbedeutungen. Für alle inter-
nationalen Verständigungen sind diese Dinge um so wichtiger,
als hierdurch eine wirkliche Universal- oder Weltzeichensprache
geschaffen werden kann, wie es in der Wortsprache trotz aller
Bemühungen mit Esperanto und dergleichen wohl niemals er-
reicht werden kann. Die Schaffung der geologischen internatio-
nalen Farbenskala für die verschiedenen Formationen war die
erste große Tat der in den achtziger Jahren beginnenden Inter-
nationalen Geologenkongresse; das hiermit begonnene Werk
sollte nun aber für bergwirtschaftliche Mineralarten und Lager-
stättentypen fortgesetzt werden! Die kürzlich erschienenen gro-
ßen Welt- oder Kontinental-Lagerstättenkarten lassen solche
einheitliche Regelungen lebhaft vermissen und verlieren dadurch
wesentlich an allgemeiner Bedeutung für die Wirtschaft und
für die Wissenschaft. Wissenschaftliche, technische, kaufmän-
nische und amtliche Benennungen decken sich durchaus nicht
immer; provinzielle und sprachliche Verschiedenheiten kom-
men hinzu. Wo Ungleichheiten bestehen und bestehen müssen,
dürfen sie durch gleiche Namen nicht verschleiert werden;
was verschieden ist, muß verschieden benannt werden. Die Han-
delsbenennungen in ihrer Entwicklung sind besonders zu be-
achten, da sich in ihnen die technischen und wirtschaftlichen
Fortschritte widerspiegeln, denen die amtlichen, rechtlichen und
statistischen Benennungen folgen müssen.
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