74
Abschreibungen.
setzung), weiche die Brauchbarkeit erhöhen und die Lebensdauer
verlängern, die theoretisch betrachtet als Yermögenszugang io
der B. zu verrechnen sind, häufig aber gleichfalls als Unkosten
abgebucht oder zwar als Zugang dargestellt, aber vollständig
abgeschrieben werden. 3. Neuanschaffungen, die das investierte
Kapital vermehren, als Inventarzugänge dem Anlagekonto zuzuschreiben
sind. 4. Ersatzanschaffungen für teilweise oder vollständig
abgeschriebene Vermögensgegenstände. Der Erlös des
Altmaterials über den Buchwert hinaus wird zweckmäßig als
Minderung der Anschaffungskosten der Ersatzanlagen, nicht als
Gewinn verrechnet. Wenn hingegen eine Maschine, die bis auf
20 000 abgeschrieben ist, für 5000 verkauft werden muß und
die neue Maschine 45 000 kostet, ist der Unterschied von
15 000, d. i. der Mindererlös über den Buchwert, als Verlust
abzubuchen, sei es als Wertkorrektur früherer Abschreibungen,
sei es als durch die Umstände bedingte außerordentliche Abschreibung.
Eine Kritik der Abschreibungen fordert besondere Sachkenntnis.
Zu beachten ist, ob vom Buchwert oder vom Anschaffungsv/ert
abgeschrieben wird; wie die Instandhaltungskosten
verrechnet werden, wie die Zugänge abgeschrieben werden,
ob sie ohne Abschreibung bleiben', ob der volle Jahresprozentsatz
oder ob der Jahresprozentsatz pro rata temporis
angerechnet wurde. Häufig werden die Zugänge mit fast 100 %,
gewöhnlich bis auf 1 M. abgeschrieben. Zu berücksichtigen ist,
daß Zugänge an Anlagevermögen mitunter als Betriebskosten,
zu Lasten einer Spezialreserve oder einer Gewinnquelle verbucht
werden. Auch wird die Werthinaufsetzung als Liquidierung
einer stillen Abschreibungsreserve häufig als „Zugang“ des betreffenden
Vermögensteils verrechnet. Bedeutende stille Reserven
ermöglichen geringere Abschreibungen. Neben den Abschreibungen
werden auch die vorhandenen Rückstellungen für
zukünftige Wertverluste mit zu berücksichtigen sein.
Empfehlenswert ist die Umrechnung der Anlageabschreibungen
auf die Verkaufseinheit; z. B. Berechnung der Abschreibung
für die Tonne Förderung, ein Hektoliter Produktion bzw. Absatz,
die Berechnung des prozentualen Anteils der Abschreibungen
am Buchwert des gesamten Anlagevermögens, der Anteile