Full text: Das Hotel- und Gastgewerbe

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.. DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE 
Richtung hin erfüllt. Es ist das Zeitungsgewerbe und es. sind 
die Reklamefachleute. Die meisten Anzeigentexte habe ich 
allerdings für das Hotel- und Gastgewerbe passend umge- 
arbeitet. Nach jeder Richtung hin, schreibe ich nicht ohne 
Absicht. Man sollte sich an den Gedanken gewöhnen, daß auch 
der Stellenangebots-Anzeige eine gewisse Werbekraft innewohnt, 
daß sie zu einer wirkungsvollen Reklame für das Hotel oder 
die Gaststätte gemacht werden kann. Die Tageszeitungen 
kommen selbstverständlich in die Hände der breiteren Volks- 
kreise. Aber auch die führenden Zeitschriften des Hotel- und 
Gastgewerbes werden durchaus nicht nur von Fachleuten 
gelesen. Der Kreis ihrer Interessenten und eifrigen Leser ist 
sehr viel größer, als man gemeinhin glaubt. Erfreulicherweise 
sind schon sehr viele Hotels und Gaststätten dazu über- 
gegangen, ihre eigenen Fachzeitschriften in den Lesezimmern 
beziehungsweise in allen den Gästen zugänglichen Räumen 
auszulegen. Wir finden sie ferner in den Lesesälen der großen 
und kleinen Kur- und Badeorte, in Fremdenverkehrsbureaus 
und in Schiffskajüten. Namentlich unter den reisenden Kauf- 
leuten gibt es sehr viele, die die Zeitschriften des Hotelgewerbes 
mit derselben Aufmerksamkeit verfolgen wie ihre eigenen. 
Wenn die Hotelbesitzer und Gastwirte sich daran gewöhnen 
wollten, ihren Stellenangebots-Anzeigen zugleich auch einen 
gewissen Werbe- und Reklamecharakter zu verleihen, so wür- 
den sie dadurch doppelten Nutzen haben. Ich würde zum 
Beispiel keine größere Stellenangebots-Anzeige aufgeben, die 
nicht zugleich die Fassade meines Hauses zeigt und ein paar 
orientierende Worte über den Charakter, die Größe des Hotels 
und seine Darbietungen sagt. Solche Hinweise können auch bei 
den Stellensuchenden nützlich wirken, weil sie dadurch das 
Haus schon etwas besser kennen lernen als durch ein nüch- 
ternes nur Stellenangebot. Wir kennen den Wert der Weiter- 
empfehlung durch Fachleute, Er ist nicht klein. Die Verhält- 
nisse sind heute so schwierig und die Hindernisse türmen sich 
immer höher, daß keine Gelegenheit verpaßt werden darf, die 
der Werbung dient und zugleich das Reklamebudget entlasten 
könnte. Die durch Beachtung meines Vorschlages entstehenden 
Mehrkosten sind gering. Man kann sie aber auch dadurch 
kompensieren, daß man das Budget für gewöhnliche Reklame- 
anzeigen etwas beschneidet. Nun will ich zu den praktischen 
Beispielen aus dem Leben übergehen.
	        
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