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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE
Gastgewerbes, der Kurorte und des Fremdenverkehrs hat die
Höhe der Auflage meines Erachtens keine ausschlaggebende
Bedeutung. Ich würde Anzeigen jedenfalls nicht unter der
Hypnose der hohen Auflage vergeben. Für mich wäre der
Sturm aufg Sucher
Um Tebten Sonntag wurde durch eine erregte Menfchen:
nenge der bekannte Spezial:Ausfhank x. Tucher“, Weber:
zafle und Scheffelftraße, geftürmt und fı mtliche Stühle fofort
Angenommen. Ungefähr 100 Hafen und eine große Menge
andrer Speifen gelangten im Handumdrehen zur Bertilgung,
MI8 Grund der Erregung foNlen die großen Portionen, die der
Ynhaber, der bekannte Hoftraiteur Ernft Stange, herausgibt,
anzufehen fein. Trogdem will Herr Stange heute Sonnabend
[hen wieder mehrere Zeniner Pikel1HweinsknochHen
mit Kloß und Kraut, große Portion M 1.—, auf die
Ziflhe feßen und am Sonntag ein großes Schnißel:
Eifen von prima jungen Maftkalben (ausgeftellt bei Trinks,
Zohannfiraße) A Portion M 1.30 veranftalten. Das kann gut
werden. Alle Vorbereitungen find getroffen.
Eine groteske Anzeige eines Restaurants in Dresden, bei
der Zeichnung und Text gleich wirkungsvoll und originell
sind. Die Zeichnung ist noch dadurch bemerkenswert, daß
sie auch für Taoeszeitungen (Rotationsdruck) verwendbar ist.
Charakter des Blattes ausschlaggebend. Er ist für viele In-
serenten wichtiger als die Riesenauflage. Die Anzeige eines erst-
rangigen Sanatoriums, eines feinen Luxushotels usw. kann in
einem Blatte von nur 10.000 Auflage mit vornehmem Leser-
kreis wesentlich größere Erfolge bringen, als in einer Zeitung
oder Zeitschrift mit Millionenauflage. Dagegen können die An-