PROPAGANDAWINKE FÜR EIN UNGENÜGEND BESUCHTES HOTEL 169
nahme und Beachtung der Beilagen. Versprechen, alles zu tun,
daß der Gast sich im Hotel wohl fühlen werde. /
Panorama-Tableau kommt nur dann in Frage, wenn vom
Ort oder vom Hotel aus ein besonders schönes Panorama
geboten wird. Es muß dann gleichzeitig über die Berggipfel,
Ortschaften usw. orientieren. Ist das Hotel beziehungsweise der
Ort auf schönen und gepflegten Autostraßen zu erreichen, so
Jasse man sie auf dem Tableau recht markant hervorireten.
Das Auto ist heutzutage kein Luxus mehr, sondern Verkehrs-
mittel.
Wahl der Zeitungen usw. Hierfür kann ich nur Richtlinien
geben, Empfehlung bestimmter Blätter ist nicht möglich. Bei
Auswahl der Zeitungen beachte man folgende Gesichtspunkte:
1. Leserkreis, 2. Verbreitungsgebiet. Es würde keinen Zweck
haben, in Zeitungen zu inserieren, deren Leser für einen
Erholungsaufenthalt im inserierenden Hotel nicht in Frage
kommen. Es wird in erster Linie mit einem guten Mittelstands-
publikum zu rechnen sein. Daraufhin wähle man zunächst eine
größere Anzahl Zeitungen aus, die Adressen usw. findet man
im Sperling sowie in den Katalogen der Ala und von Rud.
Mosse, lasse sich über ihre Preise, Rabattsätze usw. orientieren,
und nehme dann nochmals eine gründliche Siebung vor, wobei
das Verbreitungsgebiet scharf zu prüfen ist.
Reklame in guten, vom Publikum wirklich gekauften Reise-
führern und dergleichen ist für ein Hotel wie das angenommene
immer angebracht. Natürlich nur ein Führer durch das eigene
Landschafisgebiet. Gegenüber Reklameunternehmungen, die
umsonst verbreitet und über deren Auflagenhöhe und Er-
scheinungsdaten unbestimmte Angaben gemacht werden, ist
ein gesundes Mißtrauen stets am Platze. Kursbücher sind mehr
für Hotels mit Geschäftsreisendenkundschaft geeignet.
Die Verteilung der für die Zeitungsreklame ausgesetzten
Summe würde ich nach folgenden Gesichtspunkten vornehmen.
Alle gewählten Blätter sind in zwei Gruppen einzuteilen: 1. für
das Hotel besonders wertvolle, 2. minder wichtige. Zwei Drittel
des Gesamtbetrages für Gruppe 1, ein Drittel für Gruppe 2. Die
Erscheinungsdaten muß man vorschreiben! N
Den Anzeigen selbst gebe man ein bestimmtes Gepräge, das
heißt: das Satzbild bestimme man selbst! Man muß die Anzeige
also, wie die Broschüre, von einem gewandten Reklamefach-
mann entwerfen lassen. Dann erscheint in 20 oder 30 verschie-