Full text: Das Hotel- und Gastgewerbe

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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE 
nicht ankommt, der versäume es nicht, seinen Werberepräsen- 
tanten in ein solches Künstlergewand zu hüllen. 
Früher wählte man meistens die Form eines kleinen Buches, 
einer Broschüre in handlichem Format. Davon kommt man 
jetzt mehr und mehr ab. Der Prospekt erhält hohes, längliches 
Format; die einzelnen Blätter werden fächerartig ineinander- 
gefalzt. Deshalb der Name Faltprospekt. Über das zweck- 
mäßigste Format des Faltprospektes und der Werbebroschüre 
spreche ich in einem der nächsten Kapitel unter Beigabe an- 
schaulicher Musterbeispiele. Dessen Beachtung empfehle ich 
dringend, namentlich wenn beide Werbeschriften auch zur 
Versendung ins Ausland, namentlich nach Amerika, bestimmt 
sind. Durch die fächerartige Anordnung gewinnt der Beschauer 
die Möglichkeit, eine ganze Reihe der gezeigten Bilder neben- 
einander betrachten zu können, wenn er den Prospekt aus- 
einanderfaltet. Nur muß man bei dieser, sonst sehr gefälligen 
Anordnung auf geschicktes Arrangement. der Bilder achten, so 
daß sie beim Falzen des Prospektes für die Kuvertierung nicht 
gebrochen werden. Durch solche Bruchlinien gewinnt keine Ab- 
bildung. 
Die Bilder wähle man sorgfältig aus. Lieber ein paar weniger, 
diese aber gut, erstklassig. Hierfür ist Voraussetzung, daß man 
mit den Aufnahmen nur einen Lichtbildner betraut, der die 
Interieur-Aufnahme beherrscht und hierbei hervorragendes 
leistet. Ich habe Lichtbilder, von denselben Räumen, aber durch 
zwei nicht gleichwertige Photographen aufgenommen, in der 
Hand gehabt, die durch ihre Verschiedenartigkeit verblüffend 
wirkten. Um es drastisch zu veranschaulichen: Der gute Licht- 
bildner hatte Räume aus einem erstklassigen, der andere an- 
scheinend solche aus einem drittklassigen Hause auf seine 
Platte gebannt. Der Leidtragende im zweiten Falle war der Auf- 
traggeber., 
Mindestens ebenso wichtig wie die Abbildungen aller jener 
Räume, die der Bequemlichkeit der Gäste und der Geselligkeit 
dienen (Halle, Diele, Lese-, Schreib-, Musik-, Spiel-, Damen- 
zimmer, Terrassen, Garten, Bar, Speisesäle: dann aus den 
Etagen: ein Salon, ein Schlafzimmer, ein Baderaum), ist ein 
Fassadenbild und, bei ganz oder teilweise freistehenden Ge- 
bäuden, ein oder besser noch, mehrere schöne Aufnahmen aller 
jener Aussichtspunkte, die dem Gast vom Hotel oder Fremden- 
heim aus geboten werden. Der aus dem engen Häusermeer der
	        
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