Full text: Das Hotel- und Gastgewerbe

Q® 
DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE 
auszugsweise wiedergegeben werden. Sie lesen sich oft sehr 
interessant und bringen unter Umständen in den zuweilen etwas 
einseitigen Ton der Broschüre eine neue Note. 
Handelt es sich um ein Stadthotel, so dürfen die Sehens- 
würdigkeiten aller Art nicht fehlen, denn der Fremde wird dem 
Hotel dankbar sein, wenn die Werbebroschüre eine Art „Kleiner 
Führer‘ darstellt. Deshalb empfiehlt sich auch die Beigabe 
eines Stadtplanes, mit dessen Hilfe der Fremde sich leicht zu- 
rechtfindet. Es dürfte eventuell ein Pharusplan hierfür ge- 
nügen, falls er von dem Platz existiert. 
Selbst auf die Gefahr hin, in den Verdacht des Selbstlobes 
zu geraten, will ich von einer Broschüre erzählen, die ich im 
Sommer 1925 auf Anregung des Herrn Ernst Volkhardt für das 
Regina-Palast-Hotel in München geschrieben habe. Sie ist be- 
titelt „Die Wunder der Technik im Deutschen Hotel“ und führt 
dem — gewiß oft staunenden — Leser in Wort und Bild alle 
modernen technischen Errungenschaften der Neuzeit vor. In- 
teressenten empfehle ich gelegentliches Studium dieser Bro- 
schüre. Sie bietet in jeder Beziehung eine Fülle von Anregungen 
und zeigt zugleich, was für reiche, noch viel zu wenig aus- 
genützte Reklamemöglichkeiten im modernen Hotel schlum- 
mern. Zwar ist hierbei vom Deutschen Hotel die Rede; es ist 
aber wohl überflüssig, noch besonders zu betonen, daß diese 
Reklamemöglichkeiten in jedem internationalen Reiselande der 
Entdeckung harren. Man bohre die köstlichen Quellen nur an, 
sie werden in reicher Fülle sprudeln. 
Falls ein Kurort-Hotel in Frage -kommt, so versäume man 
nicht, auch eine kurze und präzise Abhandlung über die Heil- 
faktoren des Ortes einzuflechten. Wenn irgend möglich, aus 
der Feder eines Mediziners, weil das nachhaltiger wirkt. 
Obwohl es schon wiederholt gesagt wurde, ist es doch nicht 
überflüssig, zu betonen, daß man mit der textlichen Aus- 
arbeitung der Broschüre nur jemand betrauen sollte, der einen 
eleganten, flüssigen Stil schreibt und amüsant zu plaudern 
weiß. Sonst könnte es geschehen, daß der zu gewinnende Gast 
des trockenen Tones schon nach wenigen Seiten Lektüre satt 
wird und das Heft beiseite legt. Wo es vergessen wird. wie 
dann auch das arme Hotel in Vergessenheit gerät — — 
Abseits vom Eisenbahn- oder Schiffsverkehr gelegene Hotels 
dürfen nicht versäumen, recht verständlich über die in Betracht 
kommenden Verbindungen zu unterrichten. Ist die Erreichungs-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.