DIE KOFFERETIKETTE ALS REISENDER PROPAGANDIST 27.
Es soll Leute geben, die mit Kofferetiketten „falsche Tat-
sachen vorspiegeln‘“, wie es im Juristendeutsch heißt. Sie
suchen sich mit Arglist und allerhand Kniffen Etiketten
bekannt vornehmer, also teurer Hotels zu verschaffen, kleben
sie mit eigener Hand und Gummiarabicum auf ihren Koffer
und sind nun „auch dagewesen‘“. Auf Zimmer Numero 12,
gleich neben den Fürstenappartements und mit eigenem Bade-
zimmer und W. C. Vor dem Kriege pries ein Unternehmer ganz
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Diese außerordentlich originelle Zeichnung muß
unbedingt den Blick auf sich ziehen.
Offenherzig durch Anzeigen in Tageszeitungen solche Koffer-
etiketten zur gefälligen Bedienung an. Gegen bar natürlich. Ob
er Geschäfte gemacht hat? Bitte, man lese im Konversations-
lexikon unter „Menschliche Eitelkeit“ die Antwort nach.
Es ist selbst für den vornehmen Krokodillederkoffer keine
Schande mehr, sich zum freiwilligen Verbreiter dieser Reklame-
zettel zu machen. Abe — —!1 Nun kommt das übel beleu-
Mundete „Aber“, däs Sogar in die schönste und heißeste Maien-
liebe einen Riß ‚zw!biingen vermag, wenn Onkels und Tanten
besorgt fragenf Hat sie was? Hier will das „Aber“ sagen:
Hat die Köfferetikett@xas, was sie haben soll? Nur die mit
künstlerischbm Feinenmpfinden, von Künstlerhand entworfene
und vonZ eim&rnkünstverstähldigen graphischen Anstalt her-