Full text: Das Hotel- und Gastgewerbe

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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE 
61. GÄSTEWERBUNG DURCH BRIEFE 
In jedem größeren Hotel, Fremdenheim und Kurhaus sollte 
eine übersichtliche Kartothek bestehen — wo sie nicht vor- 
handen ist, müßte sie angelegt werden — die dreierlei ver- 
zeichnet: 
1. Eigene Gäste, die mit ihrem Aufenthalt zufrieden waren, 
und mit denen man selbst zufrieden gewesen ist. 
2. Gäste, die in gleichrangigen Häusern, in Orten mit ähn- 
lichen Heilanzeigen gelegen, gewohnt haben. Sie sind unschwer 
aus den Fremdenlisten festzustellen. Stammen sie aus kleineren 
Orten, so ist die nähere Adresse nicht nötig. Wohnen Sie in 
Großstädten, so muß man auf die Adreßbücher zurückgreifen, 
in Deutschland sich der neuen postalischen Einrichtung 
„Prüfen von Anschriften‘ bedienen, worüber ich im Kapitel 
„Versand der Werbeschriften‘“ eingehend berichte, oder 
Adressenbureaus an jenen Plätzen mit der Adressenfeststellung 
beauftragen. 
3. Personen, Familien, die als Gäste in Frage kommen 
könnten, und deren Adressen man sich bei den verschiedensten 
Gelegenheiten (Verlobungs-, Vermählungs-, Geburtsanzeigen 
usw.) verschaffen kann. Es ist dazu nur regelmäßiges Studium 
der Zeitungen nötig, von denen jede bessere Gaststätte eine 
größere oder kleinere Zahl zu halten pflegt. Übrigens gibt es 
auch unter der Fachpresse Blätter, zum Beispiel solche, die 
Verlobungen und Vermählungen melden, die derartiges 
Adressenmaterial liefern könnten. 
Wertvolles Adressenmaterial können auch die Mitgliederver- 
zeichnisse führender Klubs usw. liefern. Deren Beschaffung ist 
nicht immer leicht. Einem vigilanten Hotelier oder Direktor 
wird es aber schon gelingen, sie sich, eventuell durch Vermitt- 
lung befreundeter Hotelgäste, zu verschaffen.
	        
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