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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE
hatte, nunmehr freiwillig unter die zur Behaglichkeit des Gastes
notwendigen „wichtigen Kleinigkeiten‘ aufzunehmen. Er kann
das heutzutage auch, ohne sich selbst zu schädigen, denn neben
den Kleinapparaten hat die Elektrotechnische Industrie auch
zwei Schutzapparate erzeugt, nämlich den Elektrizitätszähler
und den Elektrizitätsselbstverkäufer. Der Zähler ist ein
Apparat, der den verbrauchten Strom in jedem Zimmer genau
registriert und den Hotelier also in die Lage versetzt, den
Stromverbrauch dem Gast auf Rechnung zu setzen. Der Zähler
wird heute in einfacher, unverwüstlicher und leichter Gestalt
auf den Markt gebracht und der Preis ist so niedrig geworden,
daß die Anschaffung sehr wohl erwogen und durchgeführt
werden kann. Für Hotelbetriebe weniger praktisch erscheint
mir der Elektrizitätsselbstverkäufer. Es ist eine Art Automat
für Münzen-Einwurf, der selbsttätig funktioniert und dem Gast
gegen den Münzeneinwurf Strom liefert. Zwei Arten gibt es:
den Pauschalautomat, der nach dem Münzeneinwurf für den
ganzen Tag Strom liefert, und den Münzzähler, der nur so viel
Strom hergibt, wie dem gezahlten Betrag entspricht.
Für eine ausführlichere Besprechung dieser Apparate fehlt
leider der Raum. Interessenten können sich mit Leichtigkeit bei
den einschlägigen Fabriken und Händlern orientieren. Es sollte
lediglich darauf hingewiesen werden, daß der Hotelbesitzer
wohl besser tut, wenn er dem Zuge der Zeit folgt und dem Gast
die Möglichkeit verschafft, sich seiner mitgeführten elektrischen
Reiseapparate ungeniert zu bedienen. Der vernünftige, einsichts-
volle Gast wird es als selbstverständlich betrachten, daß er den
verbrauchten Strom zu bezahlen hat, und der unvernünftige —
dem war bisher nichts recht zu machen und es wird ihm auch
in Zukunft nichts recht zu machen sein. Ein gesunder Hotel-
betrieb darf aber nicht auf die Wünsche und Ansichten der
kleinen Minderheit der unvernünftigen Gäste zugeschnitten
werden. Gibt man dem Gast die Steckdose, dann tut man gut,
auch einen kleinen Tisch mit nicht empfindlicher, also
unpolierter Platte bereitzustellen, worauf der Gast oder die
Gastin mit den elektrischen Apparaten ungeniert hantieren und
auch ihre Blusen usw. ausbügeln kann.
Der vorwärtsdrängende Geist, der in jedem tüchtigen Hotelier
fest verankert liegt, hat dahin geführt, daß man jetzt sogar in
kleinen und kleinsten Provinzhotels fließendes kaltes und
heißes Wasser findet. Die Anlage dafür wurde in den letzten