Full text: Das Hotel- und Gastgewerbe

WICHTIGE KLEINIGKEITEN IM HOTELZIMMER SIND GUTE WERBEHELFER 473 
sind, worauf man aber weder richtig sitzen noch liegen kann, 
sollte allmählich aufgeräumt werden. 
In den folgenden Zeilen erzähle ich von wichtigen Kleinig- 
keiten, die ich in einem bekannten deutschen Hotel „fest- 
genagelt‘“ habe, und denen man auch schon in manch anderem 
gepflegten Hotel begegnet. Absichtlich gebe ich diesem Teil eine 
besondere Note, weil ich damit zugleich einen werbetechnischen 
Wink geben will. Es ist außerordentlich schwer, aufklärende 
Notizen oder Artikel aus Hotelbetrieben in die Presse zu 
lancieren. Namentlich gewisse Tageszeitungen nehmen dem 
Hotelgewerbe gegenüber, leider, eine merkwürdig ablehnende 
Haltung ein, und sie ändern diese Haltung meistens nur dann, 
wenn es gilt, abfällige Kritiken über oft nur eingebildete Miß- 
stände in Hotels zu veröffentlichen. Wählt man aber die Form 
einer harmlosen, heiteren, humorvollen Plauderei, wie ich im 
nachstehenden zeige, so sind die Unterbringungsmöglichkeiten 
wesentlich größer. Natürlich muß auch der Reklamecharakter 
tunlichst vermieden werden. Der kleinen Musterplauderei habe 
ich die Form eines Scherzes gegeben. Unterstützen kann man die 
Wirkung durch Beigabe von passenden Abbildungen, wie meine 
Muster zeigen, denn wir leben im Zeitalter des Bildes, das 
Vielfach schon das Wort ersetzt. Als Titel wähle ich: 
WASMANINEINEM HOTELZIMMER FINDEN KANN 
Kürzlich mußte ich mich mal wieder in meinen Konfir- 
mationsanzug werfen. Es galt, einem Geburtstagskind Glück zu 
wünschen. Zum 50. Geburtstag. Geburtstagskind — wenn man 
einen Fünfzigjährigen als Kind apostrophieren darf? — war 
das weltbekannte Hotel Frankfurter Hof in Frankfurt a. M. 
Nachdem ich vor Herrn Generaldirektor Georges Gottlob mein 
Gedichtchen aufgesagt hatte, wurde ich in einen vornehmen 
Salon geführt, worin ich als Gast ein paar Tage wohnen sollte. 
Neugierig sah ich mich in dem schönen Zimmer um. 
Gleich neben der Eingangstüre fand ich einen interessanten 
Apparat. Haustelephon stand darüber. Flugs drückte ich auf 
den obersten Knopf und lauschte. „Hier Zimmerkellner“, sagte 
eine männliche Stimme. „Tag, Aujust“, sagte ich zurück. „Hast 
du dir aber verändert.“ „Wer sind Sie denn?“ fragte es ver- 
blüfft. „Das möchtest du wohl gerne wissen?‘ lachte ich und 
hängte das Hörrohr an.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.