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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE
Da fand ich ein rundes Kärtchen neben dem Telephon.
„Nicht stören! Do not disturb!‘“ stand darauf. Das Plakat soll
ich vor meine Zimmertür hängen, damit niemand mich mit
einer unbezahlten Rechnung stören kann. Gerührt schob ich
das Kärtchen in meine Hosentasche. Das Plakat wird um den
Hals gehängt, wenn meine liebe Frau Eulalia gardinenpredigen
will.
Nun sah ich mich weiter im Zimmer um. Guck! Auf dem
Nachtkastel am Bett stand nochmals ein Telephon. Hm, dachte
ich. Großartig. Ein Ferntelephon. Wenn ich, faul im Bett
liegend, in die Ferne schweifen will. Aber ich will nicht. Bleibe
lieber in der Nähe. Hier ist es schöner als in der schönsten
Ferne.
Aber was ist das? Ebenfalls auf dem Nachtkastel. Ein kleines
Apparätchen mit einem roten Druckknopf. „Mädchen-Maid“
steht darauf. Hm! Hm! Wenn du jetzt darauf drückst, dann
kommt — — ach nein, lieber nicht. Wenn das meine liebe Frau
erfährt.
An der vornehmen Waschtoilette entdeckte ich fließendes
heißes, kaltes und eiskaltes Wasser. Jawohl, für so verwöhnte
Prinzen wie ich gibt es hier sogar fortlaufend fortlaufendes
Eiswasser zum Trinken und kaltem Punschmachen. Entzückt
ließ ich es fortlaufend laufen. Dort lag auch duftend und ein-
ladend ein neues Stück Seife. Gerührt schob ich es in meine
Hosentasche. Dann öffnete ich die Tür zum eingebauten Wand-
schrank. Was war da alles zu finden! Zunächst ein Abreißblock
mit vorgedruckten Wäschezetteln. Gibt es denn wirklich so viel
Wäsche, wie es auf diesem Zettel gibt? Sogar „bibes‘“ und
„bavettes‘ stehen darauf. Woher soll ich wohl „Schlaberlätz-
chen“ nehmen? Ich beschlabere mich schon seit 50 Jahren nicht
mehr, wenn ich nichts zum beschlabern habe. Furchtbar un-
praktisch sind diese Wäschezettel. Auf beiden Seiten bedruckt.
Denn dummen Block ließ ich hängen. Man kann nicht den
kleinsten Liebesbrief auf diese so ungeschickt bedruckten
Zettel schreiben.
Was dommt denn da? Ein wunderschöner großer Leinensack.
Aha, ein Wäschebeutel. In Weiß und Rot draufgestickt: „Frank-
furter Hof“! Aber da fehlt doch was! Ist das eine Bummelei.
„Zum Andenken an den Frankfurter Hof‘ müßte es heißen.
Ärgerlich schob ich den Beutel in meine Hosentasche. Meine
liebe Frau Eulalia würde sich noch viel herzlicher über das