Full text : Das Hotel- und Gastgewerbe

DIE PROPAGANDA IM AUSLAND

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schriften Spaniens. Mehr Pflege der spanischen Sprache ist
auch schon der Besucher aus Zentral- und Südamerika wegen
nötig. Wie die Dinge heute liegen, eröffnen sich dort am ehesten
Aussichten auf Erfolg. Nicht außer acht gelassen werden darf,
daß die Handelsbeziehungen mit Spanien sowie mit den
Spanisch sprechenden Ländern Zentral- und Südamerikas ganz
von selbst einen regen Besuchsaustausch mit sich bringen
müssen. Das Hotel- und Fremdenheimgewerbe, die Verkehrsstädte,
 Kur- und Badeorte sollten in eigenem Interesse auf diese
folgerichtige Entwicklung der Dinge sich rechtzeitig einstellen!
Wenn ich Leiter eines großen, auf internationalen Besuch
angewiesenen Hotelbetriebes oder des Verkehrsbureaus einer
Fremdenstadt oder eines Kur- und Badeortes wäre, so würde
ich sehr bald einmal nach Spanien reisen, die Verhältnisse
studieren und mit den dortigen Fremdenverkehrsvereinen und
den großen Hotelbetrieben persönliche Beziehungen anknüpfen.

Zur Orientierung für Interessenten sei mitgeteilt, daß in allen
mittel- und südamerikanischen Ländern Spanisch (nicht Französisch,
 wie viele fälschlich wähnen) gesprochen wird. Nur
Brasilien macht davon eine Ausnahme. Dort ist Portugiesisch
die Landessprache.

Es kann gar nicht oft genug wiederholt werden, daß jedwede
Auslandswerbung, soll sie Erfolg bringen, auf die Psyche der
Bewohner des in Frage kommenden Landes eingestellt sein
Muß, Der amerikanische Reporter ist eine Erscheinung, wie
wir sie in ihrer Eigenart in Europa noch nicht kennen. Ob
„leider“ oder „Gott sei Dank“ sei hier unentschieden, es steht
Nicht zur Debatte. Jeder amerikanische Reporter und Journalist
Setzt seinen Lesern das an geistiger Lesekost vor, was diese
haben wollen. Nur danach richtet er sich. Mit der Wahrheit
limmt er es dabei nicht genau. Sie kommt etst in zweiter oder
dritter Linie. Zuweilen kommt sie auch gar nicht.
Nun will ich keineswegs predigen, man brauche es bei der
amerikanischen Werbung mit der Wahrheit nicht so genau
Zu nehmen. Ein bißchen Flunkern sei doch wunderschön! Nein!
Wenn es auch erlaubt ist, bei der Werbung die Trommel etwas
kräftiger zu schlagen, so muß der Propagandist doch immer in

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