Full text : Wirtschaftspolitisches Handbuch von Rumänien

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Das  Land

Hierauf  folgt  gegen  Osten  bis  zum  Serettale  salzführender
Miozän.  Den  Süden  der  Moldau  und  den  östlichen  Teil  der  großen
Walachei  bis  zur  Dämboviha  bildet  ein  faltenreiches  Gebirge,  welches
alle  in  Rumänien  vorkommenden  Schichten  mit  Ausnahme  der
tortonischen  aufweist.  Westlich  des  Flusses  Buzeu  tritt  aus  dem
Flisch  eine  Halbinsel  hervor,  welche  bis  zum  Verbileu-Tal  reicht
und  sich  in  mehreren  Inseln  bis  westlich  Prahova  fortsetzt.  An  der
Dämbovifa  verschwinden  die  Falten  unter  den  oberen  neogenen
Schichten  mit  sehr  reicher  Fauna,  während  die  unteren  neogenen
Schichten  wenig  verworfen  sind  und  unmerklich  in  neuere  Formationen ­
  übergehen.  Ebenfalls  an  der  Dämbovifa  befindet  sich  eine
kristallinische,  von  Flisch  umschlossene  Insel,  welche  zwischen  Aluta
und  Schyl  inmitten  der  neogenen  Schichten  in  Form  zweier
Klippen  bei  Slätioara  und  Säcele  zum  Vorschein  kommt.  Die  kleine
Walachei  weist  denselben  Aufbau  auf,  wie  die  große  Walachei  nordöstlich ­
  der  Dambovi^a.
Der  Boden  zwischen  Seret  und  Prut  bis  in  die  Gegend  von
Verlad  wird  von  horizontalen  sarmatischen  Schichten  gebildet,
welche  in  der  Tiefe  aus  blauem  Letten,  gegen  die  Oberfläche  zu
aber  aus  Kalkstein,  aus  Muschelkalk  und  Sand  bestehen  und  von  einer
dicken  Pleistozän-Löß-Schicht  bedeckt  sind,  während  der  südliche
Teil  der  Moldau  pontische,  von  Löß  gedeckte  Schichten  aufweist.
Der  südwestliche  Teil  der  Moldau  und  der  südöstliche,  längs  der
Donau  gelegene  Teil  der  Walachei  endlich  enthält  von  Löß  gedeckten ­
  Schotter  und  pleistozänen  Sand,  welche  gegen  Nordwesten
und  Westen  in  Erde  übergehen.  Diese  Ablagerungen  sind  sowohl
in  der  Walachei  als  auch  in  der  Moldau  voll  von  Fossilien.  In  ihrem
südöstlichen  Teile  finden  sich  auch  Salzseen  vor.
Grundverschieden  von  dem  Aufbaue  des  übrigen  Rumäniens
ist  jener  der  Dobrudscha.  Im  nördlichen  Teile  finden  sich  die  ältesten
Formationen  vor,  Quarze  und  paläozoische  Phyllit-Schichten,  die
von  Eruptivgesteinen  durchzogen  sind  und  bedeutende  Kupfer-  und
Eisenablagerungen  enthalten.  Aber  ihnen  liegt  Triaskalk  alpinen
Charakters  mit  Porphyr  und  Diabaseinschlag,  welcher  von  Juraund
  Cenomanschichten  bedeckt  wird.  Der  südliche  Teil  der  Dobrudscha
bildet  eine  Fortsetzung  des  bulgarischen  Plateaus  und  besteht  aus
horizontalen  Jura-  (Dogger-  und  Malm-),  sowie  Kreide-  (Reocomund
  Aptien-)Schichten  mit  Überlagerungen  von  Eocän-Kalk  und
sarmatischen  Kalk-Rumulithen,  die  eine  große  Ausdehnung  besitzen
und  überall  von  gut  entwickeltem  Löß  bedeckt  sind.  *)

)  Dgl.  Enciclopedia  rom&nä,  Rom&nia,  Geologia  V.  P.  H.
            
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