DAS „WOCHENENDE“ UND SEINE ORGANISIERUNG 599
herangezogen werden. Das Wochenende muß von vornherein
Austauschcharakter bekommen. Dann wird es allen zur Freude,
niemanden zum Leid werden. Daß dieser Austauschcharakter
leicht zu erreichen sein würde, wenn alle Beteiligten Hand in
Hand arbeiten, dürfte auch dem Skeptiker einleuchten.
Es wäre nun noch der praktischen Ausgestaltung des
Wochenendes zu gedenken. Statt theoretischer Erörterung will
ich auch in diesem Falle die Praxis sprechen lassen. Ich gebe
einige Drucksachen als Musterbeispiele wieder, die von der
Anzeigenzentrale des Reichsverbandes der Deutschen Hotels,
Restaurants und verwandter Betriebe ausgearbeitet worden
sind. Man ist mit diesem ‚System im allgemeinen zufrieden
gewesen. Es läßt sich varlieren, mehr oder weniger den eigenen
Besonderheiten anpassen, und es wird durch die praktischen
Erfahrungen weiter vervollkommnet werden.
Als Werber sowie als Verteilungsstellen für alles Wochenend-
Material kommen in erster Linie die Reisebureaus und die
Verkehrsbureaus im Frage. Namentlich den Reisebureaus
erwächst aus der Einführung des Wochenendes eine neue,
schöne, aber auch verantwortungsvolle Arbeit. Wenn man sich
dabei in der Hauptsache der anerkannt guten, zuverlässigen
Reisebureaus bedient (ich verweise auf das Adressenverzeichnis
am Schluß dieses Buches), so wird man mit den Ergebnissen
zufrieden sein. Nur auf Eines will ich nachdrücklich hinweisen:
Bülliges DMochen - Ende
Don Samstag Tachm. 3 Uhr bis
Montag Varm. 10 Uhr Zimmer u.
Verpflegung MK 20.— (mit Bad
INK 25.-) einschließlich. Besuch der
Diese Anzeige erschien in den Städten mit über 50.000 Ein-
wohnern im Umkreis bis zu 2 Schnellzugsstunden ab
Oktober bis Ende März.
„Der Hotelbesitzer darf seine Aufgabe und Arbeit nicht damit
als beendet betrachten, daß er sein Wochenend-Material einer