Full text: Das Hotel- und Gastgewerbe

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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE 
ziehen und sie zu befolgen; vorausgesetzt natürlich, daß sich 
die Möglichkeit dazu bietet, 
Wintersporthotels beziehungsweise Wintersportplätze können 
den Rundfunk dazu benützen, um auf schnellem Wege über 
die klimatischen und sportlichen Verhältnisse Meldung zu 
erstatten. 
Kurorte können interessante Vorträge sowohl medizinischer 
als auch rein landschaftlicher Art einem großen Kreis von 
Rundfunkhörern zugänglich machen. Sie können über Kon- 
zerte, Theatervorstellungen, Wettbewerbe, Preisausschreiben, 
Tanzturniere usw. berichten. 
Sicher wird die nimmer rastende Technik noch viele Mög- 
lichkeiten schaffen, die auch dem Hotelgewerbe und den Kur- 
und Badeorten offenstehen werden. 
Auf eines aber sei mit besonderem Nachdruck hingewiesen. 
In den Kreisen der Großinserenten ist man sich bereits darüber 
klar, daß der Rundfunk für die ausgesprochene, trockene 
Reklame nicht in Frage kommt, Man weiß, daß der Rundfunk- 
hörer den Apparat unmutig weglegt, wenn man seinem Ohr 
„Inserate“ in unveränderter Form vorsetzt. Wir sind noch zu 
sehr daran gewöhnt, Reklame uns durchs Auge vermitteln zu 
lassen. Auf „Ohrfang‘“ sind die Menschen nicht eingestellt, 
während die suggestive Wirkung des „Blickfangs‘ zweifelsfrei 
feststeht. Trockene Aufzählung der Vorteile, die der Kurort 
Frohwinkel, die das Hotel Neptun ihren Gästen bieten, würde 
wirkungslos verhallen. Der Rundfunkhörer würde sie einfach 
nicht anhören. Dagegen könnten wohl Erfolge erzielt werden, 
wenn man es versteht, die Reklame oder Werbung in ein inter- 
essantes, apartes Gewand zu hüllen. Man kleide sie in die Form 
eines fesselnden, vielleicht humoristischen Gedichts. Man wähle 
die erzählende Form und lasse den Rundfunkhörern eine 
packende kleine Skizze durch einen guten Sprecher vortragen, 
oder eine Humoreske oder zum Lachen reizende Groteske 
ähnlich der Art, wie ich sie in den Kapiteln 29, 30, 31, 32 und 
35 als Musterbeispiele wiedergegeben habe. Auch die Kapitel 
8 und 9: „Der Reim in der Reklame‘ und „Die Zeitstrophe in 
der Reklame“ bieten Anregungen für die Rundfunkwerbung.
	        
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