666
DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE
Gold“ mit der Schutzmarke an der Spitze, veranschaulicht wird.
Jede dieser Schaltzeichnungen entspricht einer Textplatte, auf
der die Zeichnung durch Metallstifte wiedergegeben wird, die
in die Löcher der Platte eingesteckt werden. (Die Zahl der
Löcher entspricht natürlich der Zahl der kleinen Kreise auf dem
Zeichenblatt.) Das „Ausstecken‘“ einer Zeichnung 1äßt sich bei
einiger Übung ganz schnell bewerkstelligen, je nach der
Schwierigkeit des Textes in fünf bis zehn Minuten, Die Textplatten
werden dann in den Schaltapparat gelegt und dort
selbsttätig oder mit Hilfe von Wasserkraft in leitende Berührung
mit der Kontaktplatte des Apparates gebracht. Diese weist
natürlich die genaue Zahl und Anordnung der Lochreihen auf,
In jedem Loch ist eine Kontaktfeder angebracht, die bei
Berührung der Textplatte durch einen Stift den Kontakt auslöst.
Dadurch erscheint dann in Lichtschrift auf der Außenanlage
genau das gleiche Bild, das durch die Stifte auf der Textplatte
gebildet wurde. Die einzelnen Textplatten werden in
gleicher Weise bereitgelegt, wie man etwa Grammophonplatten
aufhebt. Sie können mühelos ausgewechselt werden.
Die alleinige Herstellerin dieser Fiat-Lux-Lichtreklame ist die
Werbelicht-Akt.-Ges. in Frankfurt a. M., Börsenplatz 9—11, die
mir auch die Unterlagen für diese Beschreibung sowie die
dazu gehörigen Klischees geliefert hat. Zu den Abbildungen,
die eine Einzellichtanlage, eine Wanderlichtanlage, eine Fiat-Lux-Anlage
am Tage und bei Nacht zeigen, ist eine weitere
Erläuterung nicht nötig, sie erklären sich selbst. An dieser
neuesten Form der Lichtreklame ist besonders bemerkenswert
die Möglichkeit, immer neue Ausdrucksarten zu schaffen,
wodurch die Werbekraft lebendig erhalten wird. Es kann also
bei dieser Lichtreklame dieselbe Schriftart wie in den besonders
charakteristischen Reklamen durch Anzeigen, Plakate usw. verwendet
werden und es kann eventuell auch das „Kennzeichen“
bei der Lichtreklame aufleuchten.
Die Fiat-Lux-Reklame bietet den für Hotels, Kurorte und
Fremdenverkehrsstädte, die Hüter des landschaftlichen Bildes
sein sollen, nicht zu unterschätzenden Vorteil, daß sie auch am
Tage nicht störend wirkt, also bei den aufsichtsführenden Baubehörden
keinen Anstoß erregen kann. Die Außenanlage wirkt
wie das Stabgitter eines Dachgartens. Will man die Sache noch
dezenter gestalten, so kann man durch künstliches Blattwerk
den Eindruck des Dachgartengitters noch verstärken. Die Les-