Full text : Die baltische Wirtschaft

„Pionier“, Werkzeugmaschinenfabrik, G.m.b.H.
Warschau, Krochmalna 71
Die Fabrik für Werkzeugmaschinen „Pionier“, die
m Jahre 1922 als G. m. b. H. ins Leben gerufen wurde,
hat sich mit eigenen Kräften dank der lebhaften und
energischen Tätigkeit in schnellem Tempo entwickelt
und in kurzer Zeit auf ein sehr hohes industrielles Niveau
 emporgeschwungen.: Bei der Produktion, welche
anfangs auf der Herstellung von einigen Typen der
Metallbearbeitungsmaschinen berühte, bedient sich die
Firma der modernsten Produktions-, Organisationsand
 Rationalisierungsmethoden,
Sämtliche Werkzeugmaschinen werden in Serien
von 10 bis 50 Stück hergestellt. Die einzelnen Teile
werden auf modernsten Maschinen, bei weitgehender
Anwendung von‘ Schablonenvorrichtungen u. s. W,
hergestellt. Die Normalisierung der Konstruktionselemente,
 Geräte und Büronormen wurde vom ersten Augenblick
 an konsequent eingeführt.

Ziskellern in jedem Ausmaße, auf besondere Bestellung,
Wasserdestiliationsapparaten u. Ss. w.
Die Fabrik besitzt eime eigene Metallgießerei und
Annaterwerkstätten, Zeichnungen und Kostenanschläge
werden ohne Annahmezwang des Projekts auf Wunsch
zugesandt. Das Unternehmen verfügt über einen Stab
erfahrener Spezialmonteure.

Die von.der Firma Ziölkowski hergestellten Apparate
 erfreuen sich seit langen Jahren einer großen An-;rkennung
 seitens der besten. Fachleute nicht. nur in
Yolen, sondern auch im Auslande. Dank ihrer lebhafen
 Tätigkeit und der langen Existenz hat sich die
Firma das volle Vertrauen in ganz Polen und im Auslande
 ‚erworben.

Die Firma „Pionier“, die sich bei ihren Abnehnern
 größter Anerkennung und großen Vertrauens errent,
 schreitet in raschem Tempo weiter in Richtung
ler Realisierung weiterer Aufgaben, welche in erster
„inie der führenden Werkzeugmaschinenindustrie objegen.
 ;

Gardinen-, Tischdecken-4
 Brokatfabrik ;
Pan*s! 2ytowski, Lodz

Maschinenfabrik, Eisen- u. Metallgiesserei
 B-cia Kanczewscy
Akt.-Ges, in Czestochowa
Die im Jahre 1890 von ‘den Gebrüdern Wiktor
ınd Adam Kanczewski mit einem Kapital’ von 10.000
‚xubel gegründete Firma beschäftigte anfangs‘ 10 Arbeiter,
 konnte aber. sehr bald, nämlich im Jahre 1900;
bedeutend erweitert werden. Die weitere Entwicklung
zing ohne größere. Schwierigkeiten vonstatten und
Jald hatte sich die Firma zu dem“ größten Unternehnen
 der Metallindustrie in Czestochowa emporgearveitet.
 Nach Maßgabe des Ausbaus der Fabriken wurlen.
 drei, -Produktionsabteilungen. für den Bau von
Friebmotoren, Pressen und keramischen Maschinen
eingerichtet; die. bis zum Ausbruch des Weltkrieges genügend
 beschäftigt gewesen sind, während- die Produktion
 gleichzeitig erhöht wurde, Im- Jahre 1914 be->
schäftigte. ‚das Unternehmen 150 Arbeiter -in einer
Schicht. 2
;; “Der Krieg mit.seinen verheerenden Folgen hat die
Produktion für einige Jahre zum Stillstand gebracht,
und erst im Jahre 1925 war eine weitere. etappenweise
Entwicklung der Firma dank der günstigen Konjunktur
möglich. ;
Gegenwärtig besitzt das Unternehmen ‚eine beoaute
 Fläche von ca. 7000 am: beschäftigt werden ca.

200 Arbeiter, während die Produktion fertiger Maschiıen
 ca. 500.000 kg im Gesamtwerte von 1% Millionen
Zloty jährlich beträgt. .
In den einzelnen Abteilungen werden Maschinen
eder Art hergestellt, wobei sämtliche Teile in der eijenen
 Eisengießerei, die ca. 30 Gießer und 20 Arbei-'er
 beschäftigt, produziert werden. .
' Die Erzeugnisse der Firma erfreuen sich einer allzemeinen
 Beliebtheit und‘ Anerkennung, was u. a. dalurch
 zum Ausdruck kam, daß sämtliche Maschinenyps,
 weiche auf der diesjährigen Messe in Poznarı von
lem ‚Unternehmen ausgestellt worden sind, bereits in
len ersten Tagen verkauft waren.
Fabrik für Messing- und Kumnferrzeugnisse
 BB. Ziölkowski i S-ka,
G. LE b. H., Poznan
Die genannte Firma ist im Jahre 1874 . gegründet
vorden und befaßt sich speziell mit dem Bau von
Destillationsapparaten und kompletten Brennereieinichtungen,
 Kartoffeldämpfern, Wasserbehältern, Gäh-'ungsbottichen
 aus Fisen und Kupfer, Röhrenleitungen
tür .Schlempe, Haus- und Hofpumpen, Badezimmern
and  Wasserclosets, . Waschkesseln, Kesseln zum Kochen:
 von Zucker und Obst, Messingsamowars sowie
‚ämtlicher- Küchengeschirre: aus Kupfer und Messing,

Die Firma Pantel i Pytowski in Lodz ist die größte
and bedeutendste Gardinenfabrik in Polen. Es ist der
Firma als ein großes Verdienst anzurechnen, daß sie
lank der intensiven. Tätigkeit ihrer Inhaber in hohem
Maße dazu beigetragen hat, diesen Industriezweig, der
bis z. J. 1909 in Polen nicht vertreten war, in so kurzer
 Zeit auf ein derart hohes Niveau zu bringen, daß
die‘ ausländischen Erzeugnisse vom Inlandsmarkt fast
vollständig verdrängt werden konnten. Die Firma Pantel
 i Pytowski in Lodz, deren Lager in der Piotrkowska
51 u. Fabrik in der Lomzynska 8/10 sich befinden, versteht
 es, das Publikum mit ihren erstklassigen und
iußerst geschmackvollen Erzeugnissen, wie Ziergeweben,
 Portieren, Tischdecken, Möbelbezugsteffen usw.;
immer wieder in Erstaunen zu versetzen, Die Firma legt
Jen. größten Wert darauf, ihre Erzeugnisse immer den
Anforderungen der. Mode anzupassen und ‚erwirbt aus
Jiesem. Grunde von Zeit zu Zeit Maschinen neuester
Konstruktion, um den Markt mit guten und neuesten
Waren versorgen zu‘ können. Als Beweis für die Güte
ler Erzeugnisse der Fa, Pantel.i Pytowski darf die Tatsache
 dienen, daß sie mehrmals mit der Goldenen Melaille,
 letztens auf der wirtschaftshygienischen . Ausstellung
 in Lodz, ausgezeichnet worden ist. Daß die
Zrzeugnisse der Firma Pantel i Pytowski auch im Ausand
 vollste. Anerkennung finden, geht daraus hervor,
laß der Export der Firma sich nach China, Palästina.
Lettland, Estland u..s. w. richtet.

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