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zwischen Rheintal und Gebirgsgegend; die größten zusammenhängenden Gebiete geringer
Steuerkraft liegen im nördlichen Hügelland an der Tauber und auf dem Hochplateau
zwischen Main und Neckar.
Auf ungleich niedrigerem Niveau bewegt sich die Steuerkraftziffer in den drei
bayerischen LFA.-Bezirken. Eine Steuerkraftziffer über 100 hat hier überhaupt nur
München-Stadt (108,7). Auf Bezirke mit einer Steuerkraftziffer über 60 entfallen im‘
LFA.-Bezirk München 25,6 vH (München-Stadt, Augsburg-Stadt 94,5), in Nürnberg 27,0 vH
(Nürnberg-Stadt 93,9, Kulmbach 79,8, Hof 77,6, Bamberg-Stadt 76,4, Fürth 68,6) und in
Würzburg 20,1 vH der Bevölkerung (Ludwigshafen 98,8, Schweinfurt 78,1 und Würzburg
61,6). Dagegen umschließen die Bezirke mit einer Steuerkraftziffer unter 30 nur in Würz-
burg (mit 39,6 vH) weniger als die Hälfte der Bevölkerung. Diese vergleichsweise gün-
stigere Bevölkerungsschichtung im LFA.-Bezirk Würzburg beruht auf dem Einfluß der
Rheinpfalz. Denn unter den Bezirken mit einer Steuerkraftziffer über 25 befinden sich nur
wenige aus Unterfranken. Die Reihe der steuerschwächsten FA.-Bezirke setzt sich
dagegen fast ausschließlich aus unterfränkischen zusammen. In Bezirken mit einer
Steuerkraftziffer unter 10 wohnen in Würzburg nur 1,2 vH der Bevölkerung (Hammel-
burg 7,7). In Nürnberg dagegen entfällt auf die gleiche Steuerkraftsstufe ein Bevölke-
rungsanteil von 13,7 vH. Dafür ist jedoch umgekehrt die Steuerkraftstufe 10 bis 15
in Nürnberg nur mit 10,2 und in Würzburg mit 16,8 vH besetzt. In Nürnberg lassen sich
Steuerstarke und steuerschwache Gegenden kaum gegeneinander abgrenzen, doch tritt
im ganzen die Umgebung des Fichtelgebirges als steuerstärker, die Gegend zwischen
Naab und Böhmerwald, und die Fränkische Alb mit ihren Ausläufern als besonders
steuerschwach hervor. Der LFA.-Bezirk München steht gegenüber den Bezirken Nürnberg
und Würzburg insofern etwas günstiger da, als nur 9,7 vH seiner Bevölkerung in Bezirken
Mit einer Steuerkraftziffer unter 15 wohnen. Als steuerschwächste Gegenden erscheinen
Bayerischer- und Böhmer-Wald.
‚ Hessen zeigt eine etwas günstigere Bevölkerungschichtung als Bayern im ganzen,
ist aber unter den süddeutschen Staaten diesem nach seiner Steuerkraftstruktur am
Meisten verwandt. Eine Steuerkraftziffer über 100 weist nur Darmstadt-Stadt auf
(106,6), eine solche von mehr als 60 findet sich außerdem in Offenbach (99,5), Worms-
(88,1) und Mainz-Stadt (69,6). Insgesamt beherbergen diese vier Städte 29 vH der
Bevölkerung. Andererseits kommen 44,4 vH der Bevölkerung auf Gebiete mit einer
Steverkraftziffer von nur 10 bis 30 .7.M. Oberhessen ist im ganzen steuerschwächer
als die Provinzen Rheinhessen und Starkenburg; in diesen beiden Provinzen bleiben
die Bezirke des Odenwaldes und der linksrheinischen Gebirgsausläufer hinter den übrigen
an Steuerkraft zurück.
Unter den norddeutschen LFA.-Bezirken weist Schleswig-Holstein die höchste Durch-
Schnittsziffer und auch die weitaus günstigste Schichtung auf. In dieser Hinsicht steht
€ nur hinter Bezirken wie Leipzig, Dresden, Düsseldorf zurück. Die Bevölkerung
konzentriert sich in den mittleren Steuerkraftstufen (30—60 = 62,1 vH). Über 100
tagt nur Altona-Blankenese mit einer Ziffer von 111,5 und einem Bevölkerungsanteil
von 5,3 vH hinaus. 60 übersteigt die Ziffer außerdem in Altona (88,4) und Wandsbek
{71,5) mit insgesamt 19,0 vH der Bevölkerung. Schon auf die Steuerkraftstufe 25 bis
30 entfallen nur noch 13,6 vH der Bevölkerung. ' Die steuerschwächeren Bezirke (steuer-
Schwache gibt es nicht) liegen vornehmlich in Süderdithmarschen und auf dem baltischen
Landrücken.
Gegenüber Schleswig-Holstein bleiben Hannover und das von ihm umschlossene Olden-
burg wesentlich zurück. Aber auch in Hannover entfällt auf die mittleren Steuerkraft-
Stufen (30 bis 60) ein Bevölkerungsanteil von 52,3 vH. In Oldenburg ist ihr Anteil
Mit 41,6 vH wesentlich geringer. Aber dafür kommen hier 28,2 vH auf Bezirke mit
ner Steuerkraftziffer über 60 (Delmenhorst 70,4, Oldenburg 62,8), während im aller-
dings weit größeren Hannover diese Steuerkraftstufe nur mit 17,1 vH besetzt ist
(Hannover-Stadt 99,9, Harburg-Wilhelmsburg 98,1, Braunschweig-Stadt 86,7). Neben
Aschendorf mit einer Steuerkraftziffer von 13.3 AM und einem Bevölkerungsanteil