mit seinen rund fünf Millionen gkm am größten (s. Abb. 4).
Es ist weniger geschlossen als die beiden andern und hat nicht
wie diese in seinem Verkehr kontinentale Schranken zu durch-
brechen. Die kontinentale Westschranke des Amerikanischen
Mittelmeeres ist vom Panamakanal geöffnet worden. In sich
am meisten abgerundet und geschlossen ist das Romanische
oder Eurasisch-afrikanische oder kurzweg das Mittel-
meer. Von, den Mittelmeeren ist es mit noch nicht drei Millionen
qkm das kleinste. Die enge, 14 bis 20 km breite Straße
von Gibraltar ist der einzige natürliche Zugang zum Welt-
meere, Seit 1869 hat es am entgegengesetzten Ende einen zweiten,
jedoch künstlichen Aus- und Eingang im Kanal von Suez ge-
funden. Von den Nebenmeeren seien als die bedeutenderen ge-
nannt: Das Rote, Persische, Ochotskische und Japanische Meer,
die Chinesische Ost- und die Chinesische Südsee, schließlich noch
die Nord- und Ostsee, die allerdings sehr kleine Wasserbecken
gegenüber den Ozeanen darstellen (s. Abb. 4).
Die Gestalt der Ozeane fördert von Natur aus einen nordsüd-
lichen Verkehr und umgekehrt. Der westöstliche Verkehr hat sein
naturgegebenes Gebiet im Süden der Kontinente; doch wurde ihm
der eigentliche Lebensimpuls erst gegeben, als die vertikalen kon-
tinentalen Nordsüd-Schranken durch Suez- und Panamakanal ge-
brochen waren. Die Weltmeere werden jetzt nach allen Himmels-
richtungen durchkreuzt. Ausgeschlossen sind die Gebiete des Feld-
und Packeises des Arktischen Mittelmeeres und des eisstarrenden
Randes rings um die Antarktis.
Wichtig ist ferner für den Schiffsverkehr die Treibeis-
grenze (s. Abb. 5). Durch den kalten Labradorstrom wird sie im
Nordatlantischen Ozean stark nach Süden und Südosten gedrückt.
Der Labradorstrom und der Grönlandstrom führen mächtige Eis-