berge gen Süden. Je nachdem diese weit nach Süden getrieben
werden, ändert sich der Dampferkurs, d. h. ob er im Osten
oder Südosten von Neufundland mehr oder weniger südlich ausbiegt.
Im Süden der Kontinente wird die Treibeisgrenze wesentlich
durch den Verlauf der Westwindtrift und der antarktischen
Strömung bestimmt; sie biegt am Kap Hoorn und Feuerland herum
bis zum 40° s. Br., wo sie eine Östliche Richtung bis Kap der
Guten Hoffnung einnimmt, um sich sodann wieder in.höhere südliche
Breiten zurückzuziehen.
Die Meeresströmungen sind der Schiffahrt (je nach Kursrichtung)
förderlich; so der Floridastrom mit einer Geschwindigkeit
von rd. 100 Seemeilen im Etmal, d. h. innerhalb 24 Stunden
von einem Mittag zum andern; das bedeutet vier bis fünf Seemeilen
(je 1852 Meter) in einer Stunde oder 2 bis 2,5 Meter in der Sekunde,
was der Geschwindigkeit von Flüssen bei Hochwasserzeit
gleichkommt. Das ist allerdings eine seltene Geschwindigkeit der
Meeresströmungen, wird doch schon eine von 40 bis 60 Seemeilen
im Etmal als eine starke bezeichnet. Von Wichtigkeit sind ferner
die Passat-Triften für ostwestliche Fahrten, die Golfstromtrift für
nordöstliche und östliche Fahrten usw. (s. Abb. 5). Die Strömungen
werden in ihrem Verlauf wesentlich durch die Winde
unterstützt; zuletzt sind diese eine der Hauptursachen der Meeresströmungen.
Der Südost- und Nordost-Passat (s. Abb. 6) haben
wie die nordatlantischen Westwinde für die Schiffahrt die größte
Bedeutunes.
Als Cabral im Jahre 1500 nach Ostindien segeln wollte, wurde
sein Schiff von den Strömungen und einem „Schralen‘‘ (= halb
von vorn kommend) Passat nach Westen abgelenkt, und er wurde
somit der unfreiwillige Entdecker Brasiliens. Die Monsune des
Indischen Ozeans, die der Region der Passatwinde angehören,
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