Chinesen und hier sogar 130 000 Japaner und nur 25000 Chinesen.
Auf Hawaii bringen Nordamerikaner, Briten, Deutsche und Russen
zusammen erst eine Kopfzahl von 36000 auf, während die Hawalier
(Kanaken) bloß noch über 45000 Köpfe verfügen. Außer den ge-
nannten Gebieten stößt die japanische Auswanderung weiter vor
nach Neu-Kaledonien (3000), Russisch-Asien (10000?), Mandschu-
rei (200 000?), China (198 000). Bei der japanischen und chinesischen
Auswanderung ist zu bedenken, daß China ein politischer Macht-
bereich von rund 8 Mill. qkm mit 400 Mill. Menschen darstellt, Ja-
pan dagegen ein solches (einschließlich Außenbesitz) von 674000
akm mit 85 Mill. Menschen, also bezüglich der Fläche nur ein
Zwölftel der chinesischen und bezüglich der Bevölkerung etwa
ein Fünftel der chinesischen besitzt.
Die europäische Auswanderung und Kolonisation
haben dem süd- und nordamerikanischen Kontinent ein europäisches
Gepräge verliehen. Afrika hat europäische Völker nur in den Ge-
bieten, die den Tropen, zum wenigsten tropischen Klima entrückt
sind, dauernd festgehalten. Der Große Ozean ist lediglich im Osten
von der europäischen Auswanderung beeinflußt worden und in
der kleinen Südwestecke, in Australien und Tasmanien und Neu-
Seeland.
Andere Aufgaben erwarten den Europäer in Ostasien.
Früher waren China und seine Nachbarländer dem europäischen
Westen ein geographisches Problem, heute sind sie mehr
ein welt- und handelspolitisches Problem, wie die
europäischen Kulturvölker bisher noch keines zu lösen gehabt
haben. Amerika zu entdecken und zu bevölkern, Afrika zu teilen,
Australien aufzuschließen, wo man es überall mit den niedrigst-
stehenden Naturvölkern zu tun hatte, war eine leichte Aufgabe
gegen die Erschließung Chinas, das heißt gegen die Ausbeutung
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