schlachten der Weltgeschichte, in den ostasiatischen Gewässern
zum Austrag kommen, mag sich in Ostasien ein wichtiges Roh-
produktions-, vielleicht dereinst auch ein Weltindustriezentrum ent-
wickeln, immer wird der Schwerpunkt des Lebens, Handels und
Wandels unseres Erdballes im Atlantischen Ozean liegen.
Und wollen wir uns doch einmal die ganz reale Frage vorlegen:
Was kann uns der Große Ozean mit seinen Randländern bieten?
Denn die Wirtschaftsfrage und zuletzt die Magenfrage ist noch
immer die Haupttriebfeder zu jeglicher Ausdehnung über die Erde
gewesen. Der Große Ozean kann in seiner gesamten Güterer-
zeugung und in seinem gesamten Gütertransport nicht an den
Atlantischen Ozean heran. Alle Güter aber sind Formen von Kraft,
deren Stärke sich mit der Größe von Angebot und Nachfrage
ändert. Die Spannungsdifferenz, die durch das Vorkommen
angebotener Güter an einem und durch das Bedürfnis nach ihnen
an einem andern Ort entsteht, ist im Großen Ozean bezüglich des
Welthandels gering, da Ostasien Waren erzeugt, die für das Leben
des überfüllten Westeuropas nicht unbedingt notwendig sind. We-
sentlich anders ist die Spannungsdifferenz, deren Ausgleich Sache
des Verkehrs ist, im Atlantischen Ozean. Das kommt in der ge-
waltigen Transportleistung der Schiffe zum Ausdruck, wie es recht
anschaulich Abbildung 12 illustriert.
Der amerikanische Kontinent kehrt dem Großen Ozean den
Rücken, und die Erzeugnisse des pazifischen Amerikas haben ihre
nächsten und besten Hauptabnehmer doch in den europäischen
Weststaaten, die jetzt durch den Panamakanal viel näher als früher
liegen; der andere pazifische Rand bietet für den Europäer wohl
einen ganz günstigen Absatzmarkt seiner Waren dar, indessen
ein nur an wenigen Punkten besiedlungsfähiges Land; seine Waren-
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